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Einzelmeldungen

02.04.2020: Rechenleistung gegen Corona

Integrierter Schaltkreis und SMD-Komponenten auf einer ComputerplatineMit unserer Computerhardware unterstützen wir seit einigen Tagen die Simulationsprozesse, die bei Folding@home zur Gewinnung neuer Erkenntnisse gegen COVID-19 durchgeführt werden. Über eine einfach zu installierende Software können die Rechenleistungen von Grafikkarte und CPU genutzt werden, um jeweils kleine Einheiten der Simulation zu berechnen und das Ergebnis der Forschung zur Verfügung zu stellen.
Der Computer kann dabei wie gewohnt ganz normal genutzt werden!

Mittlerweile erreichte das Projekt am 27.03.2020 durch den Beitrag vieler einzelner Computer laut eigenen Angaben eine Gesamtrechenleistung von 1.55 ExaFLOPS (1.55 x 1018 Gleitkommaberechnungen pro Sekunde), eine Leistung, die ein Vielfaches der Gesamtrechenkapazität aktueller Hochleistungsrechenzentren darstellt.
Mit dieser Hilfe konnten bereits Erfolge in kürzester Zeit erzielt werden, und darauf aufbauend wurden danach neue Simulationsprozesse bereits gestartet.

Die Vernetzung von Computerleistung ist über Folding@home und dem technisch gleichartig basierenden Projekt BOINC (Berkeley Open Infrastructure for Network Computing) ein wichtiger Teil der Forschung im Kampf gegen verschiedene Krankheiten.
Das Team ju care Kinderhilfe hat in der Vergangenheit bereits im Einsatz gegen Krebserkrankungen bei Kindern Rechenleistung zur Verfügung gestellt. Die aktuell sehr dringenden Maßnahmen rund um das Coronavirus wegen der weltweilt erheblichen Auswirkungen waren ohne Frage ein Grund, die Rechenleistungen erneut für die wissenschaftlichen Projekte zur Verfügung zu stellen.

Mitmachen? Hier kannst du deine GTX-Grafikkarte und andere Hardware zur Verfügung stellen:
StartFolding@home

Praktische Tipps im Umgang mit dem Software-Client gibt es auf der offiziellen FAQ-Seite, du kannst dich aber auch gerne an uns als Client-Nutzer wenden, per Mail / Instagram / Telegram / Threema.
Adressen findest du auf unserer Kontakt-Seite.

© Foto: ju care Kinderhilfe.
Integrierter Schaltkreis und SMD-Komponenten auf einem PC-Mainboard

Quellen:
Folding@home
Gamer gegen Corona: Das können Gamer gegen das Corona-Virus tun
Crowdsourced supercomputing: Washington University School of Medicine in St. Louis,
ZDF.de:
Mit Supercomputern gegen das Coronavirus

28.03.2020: Tipps für Familien während Corona-Zeit

Besonders in dieser schwierigen Isolationszeit sind Ideen und Tipps für Familien mit jüngeren Kindern ganz praktisch. Verbände, Kinder- und Jugendeinrichtungen haben auf verschiedenen Seiten zu unterschiedlichen Bereichen etwas veröffentlicht, wir stellen hier ein paar Dinge zusammen.
Ein Mädchen bemalt einen netten Bären aus PapierGerne können Sie uns weitere Ideen-Sammlungen schicken, die wir dann hier in die Übersicht einbringen können!

• Das Coronavirus kinderleicht erklärt
Auf YouTube hat die Stadt Wien ein kleines —>Video veröffentlicht, das das Coronavirus sehr verständlich für Kinder erklärt.
Detaillierte Informationen finden Sie auf der —>Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

• Witzige, hübsche Bastelideen, Aktionsvorschläge
Nette Bastelideen und auch Vorschläge für junge Jugendliche hat die Stiftung Lesen auf einer —>Sonderseite zusammengetragen.

• Sport und Bewegung auch in Coronazeiten
Der Berliner Basketballverein unterhält einen beliebten YouTube-Kanal mit zahlreichen Videos zu Sportaktivitäten, die zu Hause funktionieren. Fitness für Kinder und Jugendliche: —>ALBA Sportstunde

• Bücher lesen
Viel ruhige Zeit ist natürlich auch ideal, um neue Bücher zu entdecken und in anderen Welten abzutauchen!
Dabei gibt es auch die Möglichkeit, über Systeme wie die "Onleihe" elektronische Bücher Ihrer öffentlichen Bibliothek auszuleihen. Hier finden Sie —>Ihre Onleihe bundesweit
Wenn Sie Jugendfantasy mögen, ist vielleicht auch die —>Jugendfantasy-Trilogie von Oliver Jungjohann eine Entdeckung wert. Die Trilogie gibt es sowohl als E-Book als auch in Printausgabe. Diese Buchreihe eignet sich auch für jüngere LeserInnen (ab ca. 9-12, Leseinteressensalter bis 99) und erhielt Schulempfehlungen. Durch den Verkauf wird übrigens auch unsere ehrenamtliche Arbeit unterstützt :-)

(Foto: ju care Kinderhilfe für UNICEF)

18.03.2020: Update Corona-Virus / Aufgaben ju care Kinderhilfe

Während Corona-Pandemie: Aufgaben ju care KinderhilfeIm Zusammenhang mit der aktuellen Ausbreitung des Corona-Virus sind natürlich alle Projekte, die persönliche Kontaktsituationen mit anderen Menschen bedeuten würden, pausiert. Jede nicht notwendige Kontaktsituation muss unbedingt im Interesse des Schutzes von Risikogruppen und zur Aufrechterhaltung des medizinischen Versorgungssystems vermieden werden.

Gerne sind wir aber weiterhin für euch da,
für alle denkbaren Hilfen, die zum Beispiel per Mail oder Chat möglich sind!
Unsere Beratungshilfen oder auch "einfach nur ein offenes Ohr" bleiben weiterhin ganz uneingeschränkt bestehen! Egal, ob es sich um persönliche Sorgen dreht, um Ratschläge zum Umgang mit Kindern in dieser Sondersituation, um kleine Hilfen im Schulbereich oder um Beratungshilfen bei Misshandlung oder Missbrauch.

+++ Hilfen in Notsituationen sind weiterhin möglich, wir sind aktuell nicht infiziert und stehen nicht unter Quarantäne

Unsere Kontaktmöglichkeiten, die auch anonym nutzbar sind:

E-Mail (auch verschlüsselt): team [at] jucare.de
Telegram-App
(auch verschlüsselt): @Oliver_Jungjohann
Threema-App: 83WMATV3
Instagram: Oliver Jungjohann
(
Achtung: Instagram ist nicht anonym und ist Teil des Facebook-Netzwerks. Jeder kann Oliver Jungjohann auch ohne Freundschaftsanfrage dort schreiben, die Nachrichten werden alle gelesen, aber Fake-/Spam-Profile und unangebrachte Profile werden gesperrt. Das Instagram-Profil von Oliver Jungjohann ist ein allgemeines Profil mit Beiträgen aus der ehrenamtlichen Arbeit, aus der Arbeit als Buchautor und Verleger sowie aus den persönlichen Erlebnissen)
Die kostenlose App Telegram läuft auch via PC oder Webbrowser, eine Weitergabe der Handynummer an uns ist dabei nicht notwendig. Eine parallele Nutzung von Telegram mit einem Smartphone und dem PC ist sehr praktisch, besonders bei längeren Texten. Außerdem kann Telegram auch ohne Smartphone genutzt werden, wenn man ein Handy hat, das nur SMS beherrscht.

Fax: 0234-9341811 (Fax ohne Rufnummeridentifizierung wird aus Spamschutz automatisch geblockt)

Brief: Jedes Schreiben wird natürlich umgehend bearbeitet!
Adresse: ju care Kinderhilfe
Wasserstr. 467D
44795 Bochum

Telefon: Wegen der verschiedenen ehrenamtlichen und beruflichen Aufgaben sind wir nur selten telefonisch erreichbar. Eine Beratung per Telefon bieten wir daher prinzipiell nicht an. Bitte nutzen Sie möglichst den Weg via E-Mail oder Chat. Vielen Dank!
Rufnummern ohne Kennung werden vom Telefonsystem automatisch geblockt (Spamschutz).

WhatsApp, Facebook:
Da die Apps WhatsApp und Facebook Dateneingaben auch im Messengerbereich auswerten haben wir vor einiger Zeit beschlossen, keine WhatsApp- und Facebook-App zu nutzen. Wir hatten dort Profile und Seiten, sind aber aufgrund der Datenschutz-Verletzungen durch den Konzern zu der Entscheidung gelangt, WhatsApp und Facebook zu löschen und nicht wieder zu nutzen. Es darf einfach nicht sein, dass private Gedanken und Gefühle gerade auch in Problemsituationen an Unternehmen verkauft werden, um damit Profit zu generieren.

17.02.2020: Videos ohne Flash abspielbar

Eine lange überfällige Verbesserung haben wir am Wochenende auf unseren Webseiten realisiert. Unsere Multimediainhalte sind jetzt endlich ohne die seit geraumer Zeit veralteten und fehlerhaften Flash-Plugins auf modernen Browsern durch die Nutzung von HTML5 abspielbar.
Das betrifft hauptsächlich die Videos aus unserem Themenbereich Streubomben.
Auch unser Jubiläumsvideo 15 Jahre ju care Kinderhilfe ist jetzt ohne YouTube in hoher Qualität (HD) direkt über unsere Server erreichbar.

14.02.2020: Versuchsstrafbarkeit Cybergrooming beschlossen

Die Gesetzesänderung zur Strafbarkeit des Versuchs des Cybergrooming wurde mit Mehrheit des Bundestages beschlossen.
ju care Kinderhilfe begrüßt diese Änderung, die auch den gezielten Versuch einer Anbahnung von Kontakten zu Kindern im Internet zu sexuellen Zwecken unter Strafe stellt.
Eine weitere Gesetzesänderung wurde ebenfalls beschlossen, die verdeckten Ermittlern mit computergenerierten Medien eine sehr sinnvolle Möglichkeit zur Strafverfolgung und ermittelnden Recherche an die Hand gibt.

Derzeit befinden sich weitere Gesetzentwürfe in der Beratung, die aus Sicht von ju care Kinderhilfe gefährlich schädigende Bereiche in der vorliegenden Version außer Acht lassen. Eine weitere Korrektur wird hier bis zur endgültigen Beschlussfassung hoffentlich noch erfolgen, damit Gesetzesänderungen nicht zum Schaden, sondern zum effektiven Schutz besonders für Kinder und Jugendliche entwickelt werden.

05.02.2020: Neugestaltung Website

Unsere Website hat dringend eine Neugestaltung nötig, um auch auf Mobilgeräten gut sichtbar und bedienbar zu sein. Aus Zeitgründen haben wir diese Aufgabe bisher verschoben, werden aber jetzt innerhalb der nächsten Monaten die neue Version entwickeln.
Ein "Standardpaket" kommt für uns dabei nicht in Frage, da wir den Sicherheitsstandard beibehalten wollen und keine Sicherheitslücken in Baukastensystemen riskieren möchten. Hintergrund sind die seit Jahren durchgeführten Hackversuche aus mehreren Ländern gegen unsere Webseiten. Jede Organisation und jedes Unternehmen wird damit wohl Erfahrungen haben, und so sind wir davon auch nicht verschont geblieben. Durch Einsatz entsprechend guter Technik und Vermeidung von Sicherheitslücken sind bisher alle Hackversuche erfolglos geblieben, das soll auch so bleiben.
Deswegen bitten wir um ein wenig Geduld, bis die Mobilversion endlich da ist.
Vielen Dank!

01.02.2020: Trump erlaubt geächtete Landminen

Entgegen der internationalen Ächtung und eines Verbotes von Antipersonenminen in 164 Ländern hat US-Präsident Trump das Verbot aufgehoben und den US-Streitkräften den unbegrenzten Einsatz dieser Waffen erlaubt.

Es handelt sich dabei um Waffen, die seit langer Zeit auch nach Ende von Konflikten Zivilisten bedrohen und zu vielen Todesfällen und schweren Verletzungen Unschuldiger geführt hat, darunter auch viele Kinder. Die große Mehrheit der Regierungen und Militärführungen hat schon lange erkannt, dass diese Waffen aus humanitären und völkerrechtlichen Gründen nicht eingesetzt werden dürfen, aber auch wegen der Eigengefährdung und schwierigen Minenräumung nicht sinnvoll sind.

In den vergangenen Jahren sind Landminen laut Humans Rights Watch nur noch von Regierungen eingesetzt worden, die in Burma und Syrien Menschenrechte missachteten, sowie von bewaffneten Gruppierungen wie dem IS.

20.12.2019: Frohe Festtage

Liebe Kinder, Eltern, Besucher*innen dieser Webseite, Kolleg*innen und Kooperationspartner! Wir wünschen Euch und Ihnen allen glückliche, friedliche Weihnachtstage und alles Beste für das Neue Jahr!
Wir freuen uns auf die weiteren, vor uns liegenden Aufgaben im Jahr 2020, auf eine offene und positive Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, um gemeinsam weiter für Kinderrechte, Kinderschutz und stärkende Projekte einzustehen.

Happy New Year: ju care Kinderhilfe wünscht Frohe Festtage

06.12.2019: Wieder (was) nichts gelernt - Kinderschutz und die Symbolpolitik

Kommentar

Tagungen, Fachkonferenzen, Kommissionen, Expertenrunden: Trotz zahlreicher und fundierter Vorschläge von Fachleuten zu dringend notwendigen Maßnahmen im Einsatz gegen sexuellen Kindesmissbrauch meinen Innenminister und Justizminister, mit Veränderungen im Strafmaß und in Löschungsfristen bei Führungszeugnissen die Probleme angehen zu können.

Heute geht die Innenministerkonferenz in Lübeck zu Ende - viel erwarten im Zusammenhang mit sinnvollen Maßnahmen im Bereich Kinderschutz kann man allerdings nicht, da entsprechende Äußerungen von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU), NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) und auch BW-Justizminister Guido Wolf (ebenfalls CDU) belegen, dass die zentralen Forderungen der Fachleute offenbar gar nicht ernst genommen werden.
Dabei ist es auch besonders erschreckend, dass sich Innenminister Reul, der nach seinen Angaben das Thema Kindesmissbrauch zur Chefsache erklärt habe und sich entsprechend fachlich um sinnvolle Maßnahmen und den bisherigen juristischen Basisrahmen kümmern müsste, eine elementare Unkenntnis an den Tag legt.

[Weiterlesen...]

15.11.2019: Polens Regierung gegen Aufklärungswissen

Eine Nachricht, die nicht mehr ins 21. Jahrhundert gehören sollte: Polens Regierung will Aufklärungsunterricht unter Gefängnisstrafe stellen. Das EU-Parlament reagierte entsetzt und fordert von Polen den sofortigen Stopp der dortigen Gesetzesinitiative. Die polnische Regierung verfolgt in Zusammenarbeit mit Abtreibungsgegnern mit dem geplanten Verbot das scheinbare Ziel, Kinder und Jugendliche vor "sexueller Verdorbenheit" zu "schützen".
In der weltweiten Geschichte haben sich immer wieder Regierungen und Systeme bemüht, Bildung zu verhindern - ein Schutz der Bevölkerung war es niemals.

Auch aktuell belegen weltweite Daten und übereinstimmende Fachmeinungen, dass gerade das Verhindern von Bildung und Aufklärung eine wesentliche Quelle für Probleme, ungewollte Schwangerschaften und Abtreibungen bei Teenagern darstellt. Ebenso belegen Studien, Statistiken und Fachmeinungen, dass eine gute und auch frühzeitige Aufklärung eher dazu führt, verantwortungsvoll und selbstbestimmter mit Sexualität umzugehen und auch besser gewappnet zu sein gegen Missbrauch.

Aufklärung sexualisiert nicht - sie ist Teil eines guten Konzepts für Verantwortung, Selbstbewusstsein und Kinderschutz.

(Autor: Oliver Jungjohann)

Mehr zu dieser Meldung auf n-tv.de (14.11.2019, "Warschau wil Sexualkunde verbieten")

14.11.2019: Masern-Impfpflicht: Gelebter Kinderschutz

Kleines Mädchen versteckt sich auf einem ArmMit großer Mehrheit wurde heute (14.11.2019) vom Bundestag ein Gesetz beschlossen, das eine Impfpflicht für den Schutz gegen Masern vorsieht - eine Krankheit, die leider oft als "Kinderkrankheit" verharmlost wird und zu oft zu schwersten Schäden und Todesfällen führt.

Die Organisation ju care Kinderhilfe begrüßt diese Maßnahme zu einem besseren Kinderschutz sehr und appelliert an alle Verantwortlichen auch im Schulsystem, dass es eine verbesserte Aufklärung zum häufig irrtümlich verwendeten Begriff "Kinderkrankheit" gibt.

(© Foto: Oliver Jungjohann, ju care Kinderhilfe)

 

 

 

 

26.10.2019: Grundrecht für Kinder: Abschlussbericht vorgelegt

Kinderhand legt Mosaiksteine für SchulgestaltungFrüher als geplant konnte Bundesjustizministern Christine Lambrecht den 237 Seiten umfassenden Abschlussbericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe "Kinderrechte ins Grundgesetz" erfreut am Freitag (25.10.2019) vorlegen.
Der Koalitionsvertrag sieht vor, dass Kinderrechte ausdrücklich im Grundgesetz verankert werden sollen. Die dafür eingesetzte Arbeitsgruppe hat mit dem Abschlussbericht mehrere Vorschläge eingereicht, wie dies im Artikel 6 des Grundgesetzes formuliert werden kann.

"Kinder sind keine kleinen Erwachsenen", so erklärte Bundesjustizministerin Lambrecht. "Hierdurch senden wir ein ganz wichtiges Signal aus, denn das Grundgesetz ist die Basis der Werteordnung unserer Gesellschaft. Wir wollen damit verdeutlichen, welchen hohen Stellenwert Kinder und ihre Rechte für uns haben. Mein Ziel ist es dabei, eine ausgewogene Regelung vorzulegen, die sich harmonisch in das Grundgesetz einfügt. Dabei geht es nicht darum, Elternrechte und die Elternverantwortung zu beeinträchtigen."

[weiterlesen...]

[Foto: Kinder und ihre Bedürfnisse sind elementarer Teil des Mosaiks unserer Gesellschaft. © Foto: Oliver Jungjohann, Projekt einer kinderfreundlicheren Schulgestaltung]

16.09.2019: Konsequenzen aus Missbrauchsskandal Lügde?

Der Landtag NRW hat mit dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Missbrauchsskandal von Lügde nach Einsetzen der Rechtskraft der Verurteilung beider Haupttäter begonnen. Auch eine Expertenanhörung im Landtag am 24.06.2019 sollte Maßnahmen für einen besseren Schutz von Kindern vor Missbrauch aufzeigen.

Problematisch erscheint vor dem Hintergrund der öffentlich gewordenen Fehler und Versagensmomente (individuell und auch systematisch), dass eine Verschärfung des Strafrechts(1) gefordert wird. Was sich emotionell zunächst als scheinbar positiver, nachvollziehbarer Ansatz zeigt, lenkt leider von den tatsächlichen Änderungsnotwendigkeiten ab und birgt unter anderem die Gefahr, dass Zeit und Ressourcen in einer solchen Diskussion unnötig vergeben werden und wesentliche Maßnahmen unterbleiben.
[weiterlesen...]

13.07.2019: Verbesserter Tierschutz gefordert

Anlässlich des CHIO Aachen hat der WDR im Rahmen des Wissenschaftsmagazins "Quarks" eine kritische Dokumentation zum Umgang mit Pferden im professionellen Pferdesport veröffentlicht. Die Sendung verdeutlicht die Missstände, die auch auf dem größten deutschen Reitturnier sichtbar werden.

Da sich ju care Kinderhilfe einerseits gegen Missbrauch und Misshandlung in sämtlichen Feldern einsetzt und andererseits auch Kinder-/Jugendprojekte im Zusammenhang mit Tieren unterstützt, ist es uns ein wichtiges Anliegen, für die konsequente Durchsetzung von Tierschutz-Aspekten zu werben.
Tiere sind keine "Arbeitsmaterialien", die man zum Erreichen von Zielen benutzen kann. Auch im professionellen Sport und in Shows müssen Tiere als schützenswerte Lebewesen wahrgenommen werden.

Tierwohl konsequent schützen

Grundsätzlich arbeitet ju care Kinderhilfe ausschließlich mit Projektpartnern zusammen, die das Tierwohl genauso wie das Kindeswohl konsequent respektieren und schützen.

Die sehenswerte Dokumentation des WDR mit vielen Hintergrundinformationen finden Sie hier:
Pferde – Warum wir sie lieben und trotzdem quälen

Der erste Teil des Films ist für Tierfreunde nur schwer zu ertragen, allerdings sind im weiteren Verlauf der Dokumentation die Hintergründe und Informationen sehr wertvoll.

11.06.2019: Handyverbot in KiTas

Zehn Essener KiTas haben ein konsequentes Handyverbot eingeführt, nachdem immer mehr abgelenkte Eltern bei den Bring- und Abholsituationen beobachtet wurden. Gerade diese Momente sind für Kinder wichtig, die Aufmerksamkeit der Eltern sollte auf den Kindern liegen.
Andere KiTas thematisieren auch zunehmend die Handyproblematik, die offensichtlich weit verbreitet dazu führt, dass die Situationen mit den eigenen Kindern zu einer "Nebensache" gerät.
Gerade das Verabschieden der jungen Kinder und die Begrüßung nach einem KiTa-Tag sind emotionell wichtige Momente für die Kleinen.

Mehr dazu:

WDR: Handyverbot in Essener KiTas

WDR Audiobeitrag: Eltern am Smartphone nerven Kinder

10.05.2019: Kindersport ist Basisrecht

Die Landesregierung NRW will am 17. Mai 2019 eine Gesetzesänderung zum Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) im Bundesrat einbringen, damit Kinderlärm an Sportstätten nicht länger als "schädliche Umwelteinwirkung" gilt. Bisher sahen sich Vereine und Einrichtungen Beschwerden und Gerichtsverfahren durch Anwohner ausgesetzt.

Es sollte mit dem heutigen Verständnis für die Notwendigkeit von Sport, Spiel und gemeinschaftlicher Betätigung eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass dieser Bereich zum gesunden Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen dazugehört. Dass man gerade Kinder nicht auf entfernte, abseits gelegene Sportstätten schicken kann und dies auch im Hinblick auf Kosten, Zeitaufwand und Umwelt wenig sinnvoll ist und in dichter besiedelten Regionen wie dem Ruhrgebiet oftmals unmöglich wäre, dürfte genauso klar sein.

Aber auch für Jugendliche und Erwachsene ist es ein notwendiger Teil der gesunden Lebensführung, sich sportlich zu betätigen. Einrichtungen und Vereine, die für diesen nichtprofessionellen Breitensport zur Verfügung stehen, sollten nicht durch Klagen und Gerichtsverfahren zu üblichem Sportlärm belastet werden.

17.03.2019: #FridaysForFuture

ju care Kinderhilfe begrüßt die aktuellen Demonstrationen und Aktionen im Zusammenhang mit #FridaysForFuture ausdrücklich. Es ist sehr zu hoffen, dass sich Entscheider, Politiker und auch Pädagogen für eine konsequente Verbesserung im Klimaschutz einsetzen. Die Vergangenheit hat unzweifelhaft bewiesen, dass es bisher an Willen, Verständnis und auch Professionalität gemangelt hat.
Als Organisation und auch als Eltern (Familie Jungjohann) setzen wir uns gerne für dieses notwendig Ziel ein und appellieren an die Pädagogen und das leitende Schulpersonal, mit Flexibilität und Kreativität diesen Einsatz in politische Bildung und gute Aufklärung über Zusammenhänge einzubinden.

17.02.2019: GEMA-freies Kinderlied für Kindergärten und Familien

Song "Lieber Silbermond", Schlaflied der Elfen, von Oliver Jungjohann (voj Verlag)Da selbst soziale Einrichtungen wie Kindergärten von der GEMA abgemahnt werden, wenn dort Liedblätter zum Singen mit den Kindern ohne Zahlung von Gebühren verwendet werden, beteiligen wir uns an der Herstellung und Verbreitung von lizenzfreien, GEMA-freien Kinderliedern.

Schlaflied der Elfen: "Lieber Silbermond"
Download des Notenblatts als PDF-Datei (voj Verlag Oliver Jungjohann)
Aktualisiert: Jetzt mit Akkordnotation für Gitarrenbegleitung!

Download der MP3-Datei (Instrumentalversion)

Die Verwendung und Vervielfältigung zur privaten Nutzung und zur Nutzung in Kindertagesstätten, Schulen und sonstigen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe ist frei.

Zusammenhang/Entstehung dieses Liedes:
Das Schlaflied der Elfen ist Teil der "Wasserfall-Trilogie", einer Jugendfantasy-Buchreihe von Oliver Jungjohann für Kinder und Jugendliche. Die Elfenfreunde der Hauptcharaktere Finja und Aaron singen das Lied den Elfenkindern abends beim Einschlafen vor. Es handelt vom großen Elfenmond und dem "Traumwanderer", einem Vogel, der für die Elfenwelt hinter dem Wasserfall eine besondere Rolle hat.
Das Lied wurde im Rahmen der Entstehung der Trilogie 2012 vom Autor komponiert und steht jetzt als Musiknotenblatt zum Download zur Verfügung. Das Werk ist bei der Deutschen Nationalbibliothek registriert.

02.02.2019: Zum Missbrauchsskandal in Lügde

Im Zusammenhang mit dem erschütternden Missbrauchsskandal auf einem Campingplatz in Lügde (Kreis Detmold) werden Versäumnisse, Schuldfragen des Umfelds und Maßnahmen diskutiert, auch die Rollen der beteiligten Jugendämter und Polizeistellen.

Unser Mitgefühl gilt den betroffenen Kindern und ihren Familien und wir hoffen, dass ein verständnisvolles und liebevolles Umfeld ein Teil der wichtigen Hilfen sein wird.

Da die in diesem außerordentlich erschreckenden Fall aufgetretenen Fehler der Behörden keine Einzelfälle sind, fordern wir ebenfalls wie der Kinderschutzbund, dass Strukturen verbessert werden.
Auch wenn Überlastung und Zeitnot der Jugendämter in den Medien oft thematisiert werden ist dies allerdings nicht der einzige Grund, warum nicht selten Situationen so fatal an der Wirklichkeit vorbei behandelt werden.
Es herrscht in nicht wenigen Fällen nach wie vor die Meinung, man handele richtig und man könne es sich selbst aussuchen, wann Kommunikation und Aufklärung durchgeführt werde und wann nicht.

Es gibt Leiter von Jugendämtern, die diesen Unwillen zur transparenten Kommunikation und Hilfe schriftlich bestätigen, obwohl sich in allen Missbrauchsskandalen seit vielen Jahren zeigt, dass der mangelnde Wille zur Kommunikation eine eklatante Schlüsselrolle dabei gespielt hat, dass Missbrauch über lange Zeiträume weitergeführt werden konnte (siehe unser Artikel vom 05.03.2010: Missbrauchsskandale und die Bereitschaft, zuzuhören)

Wir erneuern daher an dieser Stelle für Ratsuchende bei Verdachtsmomenten unsere Empfehlung, nicht bei Jugendämtern nach Hilfe zu suchen, sondern Stellen wie den Kinderschutzbund um Hilfe und Rat zu fragen.

Bei ganz konkreter, akuter Gefahr für Leib und Leben sollte direkt die Polizei verständigt werden, auch wenn dies (wie im aktuellen Fall) nicht immer hilfreich ist.

Eine wichtige Warnung liegt uns noch am Herzen: Im Rahmen dieses Missbrauchsskandals kursieren auf manchen Nachrichten-Portalen "Tipps", wie man "sicher" Anzeichen von Missbrauch erkennen könne. Unter anderem wird dort genannt, dass man das in Zeichnungen von Kindern sehen könne.
Davor können wir nur eindringlich warnen! Kinderzeichnungen können aus unterschiedlichsten Gründen scheinbar Anzeichen von merkwürdig gezeichneten Situationen oder Körperteilen enthalten, ohne dass eine Missbrauchserfahrung dafür der Hintergrund ist. Selbst ein und dieselbe Zeichnung kann von Erwachsenen sehr unterschiedlich interpretiert werden, je nachdem, ob man mit Verdächtigung die Zeichnung besieht oder neutral.

Eine konkrete Abklärung von möglichen Verdachtsmomenten sollte man grundsätzlich immer ausgebildeten Fachleuten überlassen! Als zusätzliche Hilfe kann man natürlich Beratung durch Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe in Anspruch nehmen, wie z.B. dem Kinderschutzbund, um Tipps für praktisch helfende Schritte im Umfeld einer möglicherweise problematischen Situation einzuholen.

Als Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe bietet auch ju care Kinderhilfe eine Beratungsmöglichkeit auf schriftlicher Basis an (keine telefonische Beratung, keine Therapieangebote). Wir sind wie jede andere dieser Stellen auch daran gebunden, von uns aus keine Anzeigen in Beratungsfällen stellen zu können und unterliegen der Schweigepflicht.
Eine Ausnahme stellt die nach dem Sozialgesetzbuch SGB8 genannte Situation dar, dass eine Gefährdungslage nicht anders abgewendet werden kann. In dem Fall sind wir als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe ebenfalls verpflichtet, das zuständige Jugendamt zu informieren.
Eine Beratung kann anonym und mit verschlüsseltem, gesichertem Austausch erfolgen, Adressen (auch Messenger-Adressen) finden Sie auf unseren Kontaktseiten.

Weitere Informationen finden Sie auf unseren Themenseiten zu Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung.

27.12.2018: Neujahrsgrüße

Titelbild Silvestergruesse2019 Oliver Jungjohann

Foto + edit: Oliver Jungjohann

"Das Herz gibt allem, was der Mensch sieht und hört und weiß, die Farbe."
"The heart gives all that man sees and hears and knows the color."
(Pestalozzi)

Mit diesem Zitat möchten wir am Ende eines Jahres DANKE sagen für jeden Moment einer guten und herzlichen Zusammenarbeit für ein glückliches, geschütztes und stärkendes Alltagsleben von Kindern und Jugendlichen!
Gleichzeitig wünschen wir allen Besuchern unserer Website diese herzlichen Erfahrungen, viel Glück und Gesundheit im Neuen Jahr!

31.10.2018: Änderungen in den Kontaktmöglichkeiten

Aus Gründen des Datenschutzes / Persönlichkeitsrechtsrechts werden wir WhatsApp nicht weiter verwenden, da die persönlich eingegebenen Inhalte laut aktuellen Medienberichten und weiteren Informationsquellen seitens der Firma Facebook Inc. in einem für uns nicht erträglichen Maß analysiert und für unterschiedliche Zwecke verwertet werden.

Insbesondere im Tätigkeitsfeld der Kinder-/Jugendprojekte und Familienhilfe ist ein guter Datenschutz unumgänglich.
Wir möchten gerne die Gelegenheit nutzen, die Besucher unserer Website auf die Nutzung von sichereren Apps hinzuweisen. Als kostenfreie App bietet sich z.B.
Telegram an, oder mit einer einmaligen Zahlung von 2.99€ die App von Threema, einem zertifizierten Messengerdienst, der nach dem Schweizer Bundesdatenschutzgesetz betrieben und gesichert ist.

Die Kontaktdaten für einen sicheren Austausch (auch in Beratungssituationen) finden Sie auf unserer Teamseite.

 

 

10.05.2018: 15 Jahre Einsatz für Kinder, Jugend und Familie

Am heutigen Donnerstag feiert die kleine, familiär geleitete Nichtregierungsorganisation ju care Kinderhilfe ihr 15-jähriges Jubiläum.

Die Bochumer Einrichtung leistet seit 2003 als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe bundesweit auf vollständig nichtkommerzieller, ehrenamtlicher Basis Unterstützungen für Projekte der Kinder- und Jugendhilfe, Familienhilfe und sozialer Entwicklung. In diesem Zusammenhang beteiligt sich ju care Kinderhilfe auch international an Projekten gegen Landminen und Streumunition zum Schutz von Kindern und anderen unbeteiligten Zivilisten.

Den Anfang machte die Entscheidung, Zeit und Möglichkeiten der Medienbearbeitung (bis dahin kommerziell, selbständig) kostenfrei für humanitäre Organisationen anzubieten und damit auf sehr einfache, unbürokratische Weise qualitativ hochwertige Unterstützung ohne Finanzaufwand zu ermöglichen.
Diese Idee wurde mit offenen Armen aufgenommen, und parallel zu dieser Medienarbeit gab es die Notwendigkeit der Betreuung eines kranken Kindes aus einer Krisenregion.

Durch die enge Verzahnung mit dem klinischen Alltag ergab sich für das Team von ju care Kinderhilfe von Anfang an ein Tätigkeitsfeld, das auch die Betreuung von kranken und verletzten Kindern im Fokus hatte. Begleitet von ständigen Weiterbildungsmaßnahmen gehört die psychosoziale Betreuung neben der medientechnischen Projektunterstützung zum Haupttätigkeitsfeld von ju care Kinderhilfe.

Weitere Schwerpunkte sind seit der Gründung vor allem der Einsatz für die Kinderrechte, Aufklärungsarbeit und Unterstützung gegen Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung von Kindern, die Mitarbeit bei psychosozial stärkenden Projekten für Kinder und Jugendliche sowie der Einsatz gegen Streumunition und Landminen.
Für die Projektunterstützung und die Betreuungsarbeit arbeitet ju care Kinderhilfe mit den beauftragenden Organisationen, Einrichtungen und Kliniken eng zusammen und ist damit auch als eigenständige Einrichtung Teil einer Teamarbeit, um die gesetzten Ziele gemeinsam zu erreichen, mit dem Fokus auf das Interesse und Wohl der Kinder und Jugendlichen.

An dieser Stelle dankt ju care Kinderhilfe allen Organisationen, Einrichtungen, den vielen Kliniken, Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern für die herausragende Zusammenarbeit in den 15 Jahren, ganz besonders aber auch unseren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die projektweise mit viel Engagement im Einsatz als Teammitglieder für Kinder und Jugendliche dabei waren!

Video (ca. 8 Minuten, HD)

 

 

26.02.2018: Libysche Chemiewaffen-Restbestände vernichtet // Fokus Kindersoldaten

Mit internationaler Unterstützung konnten auf Bitten der libyschen Regierung die letzten 500 Tonnen "Dual-Use"-Stoffe endgültig vernichtet werden. Die deutsche Gesellschaft GEKA mbH hat mit langjähriger Erfahrung die Restbestände aus Zeiten des Gaddafi-Regimes umweltgerecht entsorgt. An dieser Aktion, die gemäß dem Übereinkommen über das Verbot chemischer Waffen (CWÜ) stattfand, waren zahlreiche Staaten durch technische / finanzielle Unterstützung beteiligt.

Angesichts aktueller Meldungen zu Einsätzen chemischer Kampfmittel bleibt natürlich die Frage, wie weltweit eine Verwendung von chemischen Waffen wirksam unterbunden werden kann, zumal auch einfachste Stoffe zur Verwendung als Waffe genutzt werden können. Chemische Waffen sind vor allem dadurch geächtet, dass sie ohne Unterscheidung auch unbeteiligte Zivilisten verletzen und töten.

(Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesregierung / Abteilung Rüstungskontrolle)

Zur Lage der Kinder in bewaffneten Konflikten (Children and Armed Conflicts – CAAC) fand an zwei Tagen im Februar der jährliche internationale Workshop in Berlin statt. Auch wenn es schon viele Verbesserungen laut den veranstaltenden Organisationen gibt, müssen weiterhin noch an vielen Stellen enorme Anstrengungen geleistet werden, um auch mit ehrlichem Willen gegen die Ausbeutung von Kindern, gegen Missbrauch und gegen gezielte Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser vorzugehen.
In diesem Kontext der Einbeziehung von Minderjährigen im militärischen Dienst sieht sich auch die Bundeswehr Kritik ausgesetzt, indem sie gezielt Werbung bei Kindern und Jugendlichen sogar im Schulumfeld betreibt. Besonders negativ stoßen dabei Darstellungen der Tätigkeiten auf, die nach öffentlicher Meinung einen abenteuerlustigen oder verharmlosenden Eindruck erwecken.

 

05.01.2018: Chronik-Übersicht

In einer kleinen Fotogalerie sind die Stationen von ju care Kinderhilfe seit 2003 zusammengefasst. Natürlich überschneiden sich die ehrenamtlichen Arbeiten mit den beruflichen und privaten Ereignissen, und so sind wichtige Teile auch aus der Sicht als Jugendbuchautor und Verlag Oliver Jungjohann mit eingebunden in die Übersicht.

2018 wird auch für uns wieder ein spannendes Jahr: Im Mai feiert ju care Kinderhilfe das 15-jährige Jubiläum, und im Autorenbereich wird es weitere Veröffentlichungen geben.
Ich wünsche allen ebenfalls ein interessantes, friedliches und gesundes Jahr 2018!
Viele Grüße,
Oliver Jungjohann

Start der Chronik-Galerie

Startbild Chronik ju care Kinderhilfe / Jugendbuchautor Oliver Jungjohann

 

24.12.2017: Weihnachtsgüße

Glückliche, liebevolle Weihnachtstage wünscht ju care Kinderhilfe! Merry Christmas everyone!

"Gott ist nahe, wo die Menschen einander Liebe zeigen"
(Pestalozzi)

 

08.11.2017: Verfassungsgericht fordert drittes Geschlecht

Ein ganz wichtiger Schritt für gleiche Persönlichkeitsrechte ist endlich getan. Intersexuell geborene Menschen, die nicht eindeutig männlich oder weiblich sind, müssen sich zukünftig nicht mehr zwangsweise in einem Geschlecht einordnen lassen, das für sie gar nicht zutrifft. Bis Ende 2018 muss der Gesetzgeber eine Neuregelung schaffen, die eine Zuordnung ermöglicht.

Intersexuelle werden mit einer Variation ihrer seelischen und geschlechtlichen Ausprägung geboren. Es handelt sich dabei nicht um eine Krankheit, wurde aber sehr lange so angesehen. Zwangsoperationen im Babyalter, um eine "optische Eindeutigkeit" der Geschlechtsorgane herzustellen, führten in vorherigen Jahrzehnten zu schrecklichen Leiden der Betroffenen.
Ein aufgezwungenes Geschlecht, in dem man sich nicht zuhause fühlt, ist gerade für Kinder eine ganz erhebliche psychische Belastung.

In Deutschland leben schätzungsweise 160.000 intersexuelle Menschen. November 2013 wurde erstmals eine Möglichkeit in Deutschland geschaffen, neben "männlich" oder "weiblich" eine festlegende Eintragung auszulassen. Aber erst mit dieser jetzt geforderten Gesetzesänderung wird es möglich, eine nicht diskriminierende, positive Einteilung einzutragen.
Die Akzeptanz von Intersexuellen so, wie sie sind, wurde von ju care Kinderhilfe gerade wegen der psychischen Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche bereits seit 2003 unterstützt.

Weitere Informationen:

Artikel mit Video auf n-tv, 08.11.2017: Karlsruhe fordert drittes Geschlecht

 

29.10.2017: Unterstützung einer Reittherapie-Ausbildung

Mit der ehrenamtlichen Erstellung des Prüfungs-Filmes für die Abschlussarbeit einer angehenden Reittherapeutin unterstützt ju care Kinderhilfe einen Bereich, der auch schon 2011 zu einem wichtigen Teil für uns wurde (Betreuung + Dokumentation Reittherapie und Pferdefreizeiten für Kinder).
Das Prüfungs-Video umfasst die therapeutischen Aufgabenstellungen der Sinneswahrnehmung und der Motorik. Dieser Film ergänzt die theoretische Abschlussarbeit der Reittherapeutin um den praktischen Teil.

Bild: Video-Screenshot aus der Dokumentation.

 

23.02.2017: 10. Jahrestag des Oslo-Prozesses

Vor zehn Jahren begann mit der Konvention gegen Streubomben unter Beteiligung von 46 Staaten ein historischer Prozess. Weltweit wurden große Anstrengungen unternommen, eine Waffe vollständig zu bannen, deren Opfer in erheblicher Zahl Zivilisten waren und auch lange nach Konflikten eine unkontrollierbare Gefahr in Form von zahllosen Blindgängern darstellt.
Mittlerweile haben über 100 Staaten das Abkommen ratifiziert.

 

22.02.2017: Petition zum Kampf gegen Kinderarmut in Deutschland

Mit einer Petition wendet sich ein Bündnis zahlreicher großer Organisationen in Deutschland an die Parteien zur Bundestagswahl 2017, endlich aktiv und konsequent gegen Kinderarmut vorzugehen. Unter dem Titel "Keine Ausreden mehr: Armut von Kindern und Jugendlichen in Deutschland endlich bekämpfen!" und dem Hashtag #stopkinderarmut wird die Petition auf verschiedenen Plattformen zur Unterschriftensammlung eingebracht.

Zur Information und Beteiligung an der Kampagne:
weact.campact.de/p/kinderarmutbekaempfen

Laut offiziellen Angaben des Statistischen Bundesamtes sind in Deutschland rund 3 Millionen (!) Kinder von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen, jedes fünfte Kind lebt in Armut. Die verschiedenen Auswirkungen dieser Situationen ziehen zahlreiche Probleme nach sich, ein konsequentes Handeln, politischer Wille und die Umsetzung von Ankündigungen und Versprechungen ist dringend erforderlich.

Weitere Webadressen mit Detailinformationen und Druckvorlagen zum Auslegen:

Deutsches Kinderhilfswerk zur Kampagne #stopkinderarmut

Facebook-Seite der Kampagne

Für Ihre Unterstützung, das Weitersagen und die Unterzeichnung möchten wir uns herzlich bedanken!

21.12.2016: Passanten in Berlin singen "We are the world"

Ein wunderschönes Zeichen der Solidarität, Gemeinschaft, Offenheit und des Friedens setzten Passanten in Berlin auf dem Breitscheidplatz. Zusammen mit dem Chor Everybody Can Sing, den Sängerin Jocelyn B. Smith leitet, sangen die Menschen "We are the world".
Deutschland kann anders....Mit ♥ für ein Miteinander.

Link zum Video Quelle: Berliner Zeitung, Dezember 2016

 

+++ Kurzmeldung +++ 19.12.2016

Mit großer Betroffenheit haben wir vorhin von den Geschehnissen auf dem Berliner Weihnachtsmarkt gehört und möchten allen Betroffenen und Angehörigen unsere tiefe Anteilnahme ausdrücken! Wir wünschen allen direkt und indirekt betroffenen Menschen, dass sie jemanden erreichbar haben, der für sie da ist und mithilft, die Situation zu tragen.

17.11.2016: Bundesländer für Kinderrechte

Für die Verankerung der Rechte von Kindern sprachen sich die Justizminister der Bundesländer aus und plädierten für eine Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz. Ein längst überfälliger Schritt, den zahlreiche Kinderhilfsorganisationen seit Jahren fordern, die Initiative wurde auch von Beginn an von ju care Kinderhilfe unterstützt.
Hierbei geht es einerseits um die rechtliche Stellung von Kindern, um Schutz, aber auch um eine Stärkung des Bewusstseins, dass Kinder an Alltagsentscheidungen, die sie letztendlich betreffen, mehr oder überhaupt teilnehmen können und dürfen.

29.09.2016: 9-Jährige hält Rede gegen Polizeigewalt

In einem ergreifenden Appell wendet sich ein neunjähriges Mädchen unter Tränen an den Stadtrat, endlich mit der Polizeigewalt gegen Afroamerikaner aufzuhören. Dem, was sie zu sagen hat, ist nichts mehr hinzuzufügen.
Bitte sehen Sie sich das Video auf n-tv.de an und teilen Sie es. Vielen Dank!

Video auf n-tv.de

 

07.08.2016: Gemeinsames Signal gegen Bombardierung von Zivilisten

Zur Begegnung im Fußballspiel Real Madrid gegen FC Sevilla beim UEFA Super Cup nutzt die UEFA Kinderstiftung die Chance, zusammen mit Handicap International ein deutliches Signal in die Welt zu senden, die Bombardierung von Zivilisten umgehend zu beenden. An der Aktion nehmen Spieler der Fußballclubs sowie Flüchtlinge aus Afghanistan und Syrien teil, die jetzt in dem ausrichtenden Land Norwegen leben.

Gerne möchte ju care Kinderhilfe darauf hinweisen, dass diese öffentliche Kampagne durch eine Petition begleitet wird, die auf den Webseiten der Hilfsorganisation Handicap International unterzeichnet werden kann.
Die vollständige Presseerklärung von Handicap International zu dieser Aktion ist abrufbar: "Europas Fußball vereint gegen die Bombardierung von Zivilistinnen und Zivilisten" (Quelle: Handicap International, 07.08.2016)

 

20.04.2016: 100. Vertragsstaat ratifiziert Streumunitions-Übereinkommen

Mit Palau ist die Zahl 100 der Staaten erreicht, die den Vertrag zum Verbot von Streumunition von Oslo unterzeichnet und ratifiziert haben. Der pazifische Inselstaat besitzt keine Streumunition, beteiligt sich nicht an der Produktion und dem Vertrieb, leidet aber laut CMC International bis heute an den Folgen explosiver Überreste der Kampfhandlungen zwischen den USA und Japan im Zweiten Weltkrieg.

 

09.02.2016: Angst vor der Kindheit - Wie das "Was-wäre-wenn" zu Kontrollwahn führt

Auf LovelyBooks.de wurde in den vergangenen Wochen in öffentlichen Leserunden die Wasserfall-Trilogie von Buchautor Oliver Jungjohann besprochen, eine Buchreihe für Kinder und Jugendliche. Im Zusammenhang mit den zahlreichen positiven Kommentaren zu den sozialen Aspekten der Bücher standen auch Privatsphäre, Freiheit von Kindern und Jugendlichen und Selbstvertrauen als Teil der vermittelten Werte im Fokus.

In diesem Kontext ist der vor wenigen Tagen ausgestrahlte Film der ARD-Korrespondentin Sandra Ratzow sehr bemerkenswert, "Weltspiegel-Reportage: Amerikas Eltern im Kontrollwahn".
Die Dokumentation zeichnet die erschreckenden Veränderungen auf, die aus einer Mentalität der maximalen Kontrolle und Überbehütung entstanden sind, eine Gesellschaft, in der Kindheit nicht mehr eine Freiheit des Entdeckens, Ausprobierens und des Respekts der Privatsphäre bedeutet. Es ist keine Fiktion, die dort vermittelt wird, sondern erschreckende Realität.

Kinder benötigen zum Erlernen wesentlicher Elemente der psychosozialen und motorischen Fähigkeiten oder Kompetenzen das Erfahren von Grenzen, Körpergefühl, Freiheit, Privatsphäre, Selbstvertrauen. Sie müssen sich mal verletzen "dürfen", beim Klettern irgendwo runterfallen, mit Freunden Grenzen ausprobieren und auch mal scheitern dürfen. Nur dadurch lernt ein Kind wirklich und kann Gefahrensituationen realistisch abschätzen lernen.
Oder wie man es anders auch formulieren kann: "Starke, selbstbewusste Kinder sind die besser geschützten Kinder, nicht die, die vor allem behütet und geschützt werden".

Zum Film "Weltspiegel-Reportage: Amerikas Eltern im Kontrollwahn" auf ARD-Mediathek (29 Minuten Laufzeit).

 

08.02.2016: Streubomben verstärkt in Syrien verwendet

Trotz eines weltweiten Verbots der geächteten Streumunition, die überwiegend ungerichtet Zivilisten trifft, wird laut einem heute veröffentlichten Bericht von Human Rights Watch in den Kriegsregionen in Syrien vermehrt Streumunition durch die Syrisch-Russische Koalition eingesetzt.
Der Bericht listet 14 Angriffe seit Ende Januar in fünf Provinzen Syriens auf, bei dem 37 Zivilisten getötet wurden, darunter 6 Frauen und 9 Kinder, mit Dutzenden Verletzten.

Streumunition ist ein erhebliches Problem auch lange Jahre nach einem Krieg und wurde als Verstoß gegen die Menschenrechte gewertet und seither von dem größten Teil der Staaten weltweit geächtet. Einige wenige Regierungen halten weiter an der barbarischen Waffenart fest und setzen sie ein, ungeachtet der Folgen für die Bevölkerung, für Kinder und auch eigene Soldaten.

Zum Bericht: Pressemitteilung vom 08.02.2016 auf www.hrw.org

 

13.11.2015: Anschläge in Paris

Mit großer Bestürzung haben wir die Nachrichten von den Anschlägen in Paris verfolgt und möchten als Team ju care Kinderhilfe unsere aufrichtige Anteilnahme ausdrücken. Den Opfern, Angehörigen und Freunden der getöteten und verwundeten Menschen wünschen wir viel Kraft, die Folgen dieses barbarischen Aktes zu überstehen.
Ganz besonders sind unsere Gedanken mit den Kindern und Jugendlichen, die unter diesen Geschehnissen leiden.
Keine religiöse und politische Überzeugung gibt irgendeinem Menschen das Recht, solche Gewalttaten auszuführen, auf Unschuldige zu schießen oder auch, wie es im vergangenen Monat durch die US-Luftwaffe geschah, ein Krankenhaus in Kundus zu bombardieren.

 

21.09.2015: International Day of Peace

Zum Internationalen Friedenstag 2015 möchten wir kurz den Blick darauf lenken, dass weiterhin Streubomben und Fassbomben verwendet werden, die vor allem die Zivilbevölkerung treffen. Das weltweite Verbot von Streumunition wurde mittlerweile vom 98. Staat ratifiziert, dennoch wird diese Waffenart weiter eingesetzt. Entsprechende Berichte gibt es aus der Ukraine, dem Jemen, Sudan und Syrien, dessen Zivilbevölkerung auch unter dem Einsatz von Fassbomben leidet.
Zusammen mit einer Vielzahl anderer Organisationen und Verbänden appelliert ju care Kinderhilfe an die Bundesregierung, sich in der internationalen Politik weiterhin deutlichst für ein durchgängiges Verbot der Verwendung und Herstellung von Streubomben einzusetzen und alles dafür zu tun, dass die Verwendung von Fassbomben in Syrien beendet wird.

© Foto: PSALM students feiern den International Day of Peace // ICBL // CMC // N. Sheets

 

21.07.2015: Medienbearbeitungsmöglichkeiten bei ju care Kinderhilfe weiter ausgebaut

Zur ehrenamtlichen Unterstützung von Projekten der Kinderhilfe und Jugendhilfe erweitern wir kontinuierlich die Medientechnik. So ist es uns nach aktuellem Stand möglich, vielfältige Aufgaben der Grafikbearbeitung, Audio- und Videotechnik, DVD-Produktion, Erstellung von Flyern bis hin zur Blu-ray-Produktion zu übernehmen, sogar die Umwandlung von Filmen oder Kinospots ins digitale DCP-Format für digitale Kinos ist möglich.
Die Kosten für die beauftragenden Einrichtungen (gemeinnützige Vereine, Schulen, freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe) beschränken sich dabei lediglich auf reine Materialkosten, die wir so gering wie möglich halten bei gleichzeitig hoher Produktionsqualität.

Obwohl diese Arbeit auf vollständig ehrenamtlicher Basis von sehr wenigen Mitarbeitern geleistet wird, ist es uns wichtig, die Projekte neben unseren beruflichen Aufgaben sehr zügig, flexibel und in enger Absprache mit den beauftragenden Einrichtungen zu bearbeiten.
Kontaktieren Sie uns einfach für eine Unterstützungsanfrage, wir sind gerne für Sie da!

Falls Sie sich für einen Teil unserer beruflichen Aufgaben interessieren, freuen wir uns über Ihren Besuch auf der Webseite www.hinterdemwasserfall.de, einer Präsentation der Elfen-Trilogie von Oliver Jungjohann. Sein erster Band dieser Jugendbuchreihe (ab 11 Jahren) mit dem Titel "Hinter dem Wasserfall" ist im April veröffentlicht worden, Band 2 ist fast fertiggestellt. Da diese Arbeiten momentan sehr zeitintensiv sind, bitten wir um möglichst frühzeitige Anfragen zur Unterstützung von Projekten.

16.05.2015: Deutscher Kinderschutzbund (DKSB) verabschiedet Resolution zur Situation der Flüchtlinge in Deutschland

Angesichts der aktuellen Situation der Flüchtlinge und der Proteste hat der DKSB ein Resolutionspapier mit dem Titel "Menschen auf der Flucht brauchen Schutz und unser Willkommen!" verabschiedet.
Die Tatsache, dass fast die Hälfte aller Flüchtlinge weltweit Kinder sind, verdient einen besonders sensiblen und aufmerksamen Umgang mit der Flüchtlingsproblematik, und der Kinderschutzbund fordert aus unserer Sicht zurecht eine wesentliche Verbesserung in elementaren Kernpunkten.
Laut einem Bericht der Bundesregierung sind rund 70% der Flüchtlinge Kinder unter 10 Jahren (Bundestagsdrucksache 17/14812). Es ist daher dringend erforderlich, dass die Verfahrensweisen und Unterkunftsituationen das Kindeswohl und den Erhalt des Familienverbundes berücksichtigen, was derzeit nicht der Fall ist.

Die Resolution des DKSB können Sie hier als PDF-Datei laden.

 

30.04.2015: Recht auf gewaltfreie Erziehung seit 15 Jahren

Vor 15 Jahren wurde das Gesetz zur Ächtung von Gewalt gegen Kinder verabschiedet. Trotz des deutlichen Wandels in den vergangenen Jahrzehnten erleben viele Kinder nach wie vor seelische und körperliche Gewalt. Deutschland hat sich erst 11 Jahre nach der Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention dazu durchringen können, die gewaltfreie Erziehung im Gesetzbuch zu verankern; eine Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz steht nach wie vor aus.

Nicht selten ist Gewalt gegen Kinder in der Erziehung auch ein Ergebnis einer Überforderung der Erwachsenen. Eltern sollten sich nicht schämen, externe Hilfen in Anspruch zu nehmen, um Möglichkeiten zu erlernen, mit schwierigen Situationen anders umgehen zu können.

Jugendgipfel J7

28.03.2015
Im Juni findet der diesjährige G7-Gipfel in der Nähe von Garmisch-Patenkirchen statt, bei dem sich Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen über geopolitische Themen austauschen.
UNICEF und das Bundesfamilienministerium laden schon im Vorfeld die junge Generation zu einem internationalen Jugendgipfel ein, damit Jugendliche zu Wort kommen und ihre Ideen für eine nachhaltige und verantwortungsbewusste Entwicklung vorstellen können. Die Ergebnisse werden Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgelegt.

Es ist ab sofort möglich, sich bis zum 15. März 2015 für die Teilnahme am Jugendgipfel J7 zu bewerben, der vom 6. bis 14. Mai in Berlin stattfinden wird. Die Registrierung läuft über die Webseite j7summit.org.

Themen der vielfältigen und spannenden Diskussionsrunden sind u.a. Schutz der Meeresumwelt, verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen, Gesundheit, faire Zukunft für alle, Partizipation.

03.12.2014: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Viel erreicht, noch viel zu tun. Zum diesjährigen Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung (International Day of Persons with Disabilities) kann man das Resümee ziehen, dass viele erfreuliche Entwicklungen die Integration von Menschen mit Behinderungen ermöglichen, aber noch eine Menge nötig ist.
Dem unermüdlichen, weltweiten Einsatz von Organisationen wie zum Beispiel Handicap International ist es zum großen Teil zu verdanken, dass über die Rechte von Menschen mit Behinderungen aufgeklärt wird, Folgen und Ursachen bekämpft werden, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.
Nach UN-Angaben leben rund 10% der Menschen weltweit mit Behinderungen, viele sind Opfer von Kriegen und deren explosiven Überresten geworden.
So vielfältig wie die Ursachen von Behinderungen sind auch die notwendigen Bemühungen, diese zu vermeiden und Menschen mit Behinderungen im Alltag zu integrieren.

Eine dieser Bemühung in unserer Region ist der weitere Aufbau des „Netzwerk „Arbeit & Inklusion Mittleres Ruhrgebiet“, das Menschen mit Behinderung im Raum Bochum und Herne in den Arbeitsmarkt integrieren möchte. Durch Vernetzung von kommunalen Institutionen, Unternehmensvertretern und Behindertenwerkstätten soll verstärkt ermöglicht werden, Chancen zu ermöglichen und unnötige Schwierigkeiten zu vermeiden.
Mehr zu diesem Netzwerk im Artikel auf www.derwesten.de, oder lesen Sie die bewegende Geschichte der kambodschanischen Mom Srey, die als Achtjährige durch eine Landmine ihr rechtes Bein verlor und mittlerweile durch die Hilfe von Handicap International aufrecht leben kann, verheiratet ist und selbst ein Kind hat.
Im Zusammenhang mit der Problematik der Ausgrenzung und Ausbeutung von Menschen mit Behinderungen unterstützt Handicap International in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern auch ein Projekt in Ruanda, Burundi und Kenia gegen Missbrauch von behinderten Kindern und Jugendlichen. Das ausführliche und beeindruckende Video "Through Our Eyes" dokumentiert dieses Projekt aus der Sicht beteiligter Kinder (Video auf YouTube in französischer Sprache mit englischen Untertiteln).

20.11.2014: 25 Jahre Kinderrechte

Vor 25 Jahren trat die UN-Kinderrechtskonvention am 20. November 1989 in Kraft. Seitdem haben nahezu alle Staaten diese Basisrechte für Kinder ratifiziert - ein großer Erfolg, der in diesen Tagen weltweit gefeiert wird. Mit dem diesjährigen Motto zum Deutschen Weltkindertag, der anders als der internationale Tag jeweils am 20. September stattfindet, soll in diesem Jahr besonders darauf aufmerksam gemacht werden, dass alle Kinder dieses Basisrechte haben, unabhängig davon, wo sie aufwachsen.
Eine besondere Botschaft zum Jubiläum der Kinderrechte hat ESA-Astronaut Alexander Gerst gesendet. Während seiner Mission in der Raumstation ISS stellte er Bilder, Videoszenen und Kommentare zu einem faszinierenden Video zusammen:

Weitere Informationen: Die Kinderrechte verwirklichen - für jedes Kind! (Artikel auf UNICEF-Seiten)
Videoclip zum Weltkindertag 2010, ju care Kinderhilfe

04.10.2014: Anti-Uranwaffen-Aktionswochenende

Im Rahmen des Uranium Film Festivals in Berlin veranstaltete die Koalition zur Ächtung von Uranwaffen (ICBUW Deutschland) Aktionen und Diskussionsrunden zum Thema Uranmunition und Umweltzerstörung. Anlass sind bevorstehende Beratungen der UN-Generalversammlung zum Einsatz von Uranwaffen und deren Folgen für die Zivilbevölkerung.
Es wurden verschiedene Filme zum Thema gezeigt, Gesprächsrunden mit Filmemachern, Vertretern von ZDF (Frontal21) sowie Fachleuten wie Dr. Angelika Claußen (IPPNW-Ärztin) schlossen sich an, moderiert von Prof. Manfred Mohr (ICBUW/IALANA).
Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten von ICBUW Deutschland (www.uranmunition.org).

21.09.2014: Weltkindertag 2014 - Jedes Kind hat Rechte!

In diesem Jahr feiert die UN-Kinderrechtskonvention ihren 25. Geburtstag. Doch auf die Rechte der Kinder alljährlich mit besonderen Aktionen rund um den 20. September (Deutscher Weltkindertag) hinzuweisen ist nach wie vor nötig und stand bei UNICEF und dem Deutschen Kinderhilfswerk in diesem Jahr unter dem Motto "Jedes Kind hat Rechte", um eine wachsende Kluft zwischen Kindern in Deutschland hinzuweisen.

Kinderrechte betreffen ganz alltägliche Entscheidungen und werden trotz mittlerweile guter Sensibilisierung nicht selten missachtet.
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04.04.2014: Abschlussaktionen zur Kampagne "Zeig dein Bein" in Berlin

Am heutigen UN-Tag zur Aufklärung über die Minengefahr wurde in Berlin und anderen Städten durch verschiedene Aktionen darauf aufmerksam gemacht, dass die Minen- und Streubombengefahr noch lange nicht gebannt ist und in vielen Ländern durch diese Waffen Zivilisten auch jahrelang nach Konflikten getötet oder verstümmelt werden.
Die Aktionen bildeten den Höhepunkt der diesjährigen Kampagne "Zeig dein Bein. Hilf mit. Rette Leben", die durch Handicap International und Solidaritätsdienst-international getragen und von Prominenten wie dem Sänger Sebastian Krumbiegel, Schauspielerin Ulrike Folkerts und Model Mario Galla (selbst Prothesenträger) unterstützt wurden.

Mit einer Petition an Außenminister Frank-Walter Steinmeier fordern die Kampagnenträger, weitere Organisationen und Unterzeichner, dass sich der deutsche Außenminister verstärkt für eine Welt ohne Minen und Streubomben einsetzt.
Eine Kunststatue auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor enthielt stellvertretend für die zahlreichen Unterschriften in einem gefüllten Prothesenbein viele Kügelchen, Fotos von Passanten mit hochgeschlagenem Hosenbein symbolisierten die Forderung, diese Waffen endgültig zu bannen und sich für die Opfer einzusetzen.

ju care Kinderhilfe unterstützte die Aktion nicht nur in Berlin. Am 14. März 2014 gab es eine nachbarschaftliche Aktion im Innenhof der Häuser an der Wasserstraße 467d in Bochum. Bei wunderschönem Wetter, viel Spaß und Geduld bemalten Kinder und Eltern gemeinsam einen Riesenglobus und streckten für das Abschlussfoto rundherum ihre Beine dagegen. Fotoplakate aus der ehrenamtlichen Arbeit von ju care Kinderhilfe und Broschüren von Handicap International informierten die Eltern über die Hintergründe der Kampagne, Petitionslisten wurden unterzeichnet.
Auch die Frauenfußballmannschaft Wilde 13 Sprockhövel 1992 e.V., die seit Jahren von Familie Jungjohann als "Fankurve Bochum" und mit fotografischer Dokumentation begleitet wird, konnten wir für die Kampagne gewinnen und ein nettes Symbolfoto für "Zeig dein Bein" auf dem Fußballplatz von Roter Stern Wehringhausen (Auswärtsspiel) machen.

Fotogalerie zu den von ju care Kinderhilfe unterstützten Aktionen in Berlin, Bochum und Hagen

Website der Kampagne mit Petition: www.zeigdeinbein.de

02.04.2014: Deutschland hinterlegt Ratifikationsurkunde zum "Arms Trade Treaty" und unterstützt Vernichtung syrischer Chemiewaffen

Zusammen mit 16 weiteren EU-Mitgliedstaaten hat Deutschland in New York seine Ratifikationsurkunde zum Vertrag über die Regulierung des internationalen Waffenhandels hinterlegt. Gleichzeitig erklärte Außenminister Steinmeier in Berlin anlässlich der Hinterlegung der Urkunde, dass Deutschland die Artikel 6 und 7 des Vertrages bereits ab sofort anwenden wird, noch bevor dieser weltweit in Kraft tritt. Die beiden Artikel regeln Kriterien für die Prüfung von Ausfuhranträgen bei Waffenexporten.
"Damit wollen wir auch andere Staaten ermutigen, sich mit uns der unkontrollierten Verbreitung konventioneller Waffen entgegenzustellen“, so Steinmeier.

In der UN-Generalversammlung wurde der Arms Trade Treaty vor genau einem Jahr mit großer Mehrheit angenommen, 118 Staaten haben bislang den Vertrag unterzeichnet, der globale, verbindliche Mindeststandards von Kleinwaffen bis zum Panzer regelt.
Deutschland setzt sich zudem für neue Technologien zur Kontrolle von Kleinwaffen ein, da durch Kleinwaffen Jahr für Jahr mehr Menschen sterben als durch Panzer oder Raketen.

Außerdem hat die Bundesregierung am heutigen Tag vorbehaltlich der Zustimmung des deutschen Bundestags beschlossen, einen weiteren substantiellen Beitrag zur Vernichtung der syrischen Chemiewaffen zu leisten: Sie will sich am internationalen Einsatz zur militärischen Absicherung des US-Schiffs „Cape Ray“ beteiligen, auf dem die syrischen Chemiewaffen durch das sogenannte Hydrolyseverfahren unbrauchbar gemacht werden sollen.
Deutschland hat die Arbeit der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OVCW) an der Vernichtung der syrischen Chemiewaffen bislang bereits mit 5 Millionen Euro unterstützt, OVCW-Inspekteure durch spezielle Sicherheitstrainings fortgebildet und zu Inspektionen nach Syrien geflogen. Auf deutsche Initiative hat die EU zugesagt, 12 Millionen Euro in den Treuhandfonds der OVCW für die Vernichtung der syrischen Chemiewaffen zu zahlen.

(Quellen: Mails vom Auswärtigen Amt, Bereich Abrüstung und Rüstungskontrolle)

02.04.2014: Australien erkennt neutrales Geschlecht an

Neben dem weiblichen und männlichen Geschlecht kann in Australien jetzt auch ein neutrales Geschlecht bei den Behörden offiziell angegeben werden. Das ist eine sehr positive Entwicklung für Trans- und Intersexuelle, die oft erheblichen Belastungen und Diskriminierungen durch eine Festlegung ausgesetzt sind.

In Deutschland muss seit November 2013 das Geschlecht eines Neugeborenen im Geburtsregister offengelassen werden, wenn eine eindeutige Festlegung nicht möglich ist. Zwar nimmt dieser Schritt den Eltern erst einmal den Druck sich bereits bei der Geburt festlegen zu müssen, aber Deutschland erkennt weiterhin kein Geschlecht außerhalb der "klassischen" Festlegung an.

Verbände und Selbsthilfegruppen insbesondere von Intersexuellen fordern die Anerkennung und gesellschaftliche Akzeptanz dieser gar nicht selten auftretenden Varianz der Menschheit. Am 25.06.2012 hat die öffentliche Anhörung im Familienausschuss klargestellt, dass Intersexualität keine Krankheit ist (siehe Artikel auf n-tv.de)

21.03.2014: Zu wenig Wasser und Hygiene

Anlässlich des Weltwassertags am 22.03. ruft UNICEF dazu auf, dass mehr für die Umsetzung des Menschenrechts auf sauberes Wasser getan wird.

„Jeden Tag sterben rund 1.400 Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen, die durch verschmutztes Trinkwasser, fehlende Toiletten und mangelnde Hygiene verursacht werden“, sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Gerade in Notsituationen wie nach dem Taifun auf den Philippinen oder in Kriegsgebieten sind sauberes Wasser und Hygiene eine Frage von Leben und Tod.“
In vielen Situationen würden einfache Maßnahmen wie zum Beispiel das Erlernen eines hygienischen Umgangs helfen, so gibt es auf den Philippinen Lernaktionen für Kinder, in denen sie sich das ausreichende Händewaschen mit Seife angewöhnen können.

In Entwicklungs- und Schwellenländern haben viele Familien keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und Latrinen oder Toiletten, vor allem Babys und Kleinkinder sind wegen des noch schwachen Immunsystems von Krankheiten bedroht. Verunreinigungen durch Fäkalien haben dabei ebenso ihren Anteil wie Umweltgifte und Parasiten.

20.03.2014: Studie: Politik unterstützt Alleinerziehende zu wenig

Eine neue Studie von Frau Prof. Anne Lenze im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zeigt auf, dass die Ein-Eltern-Familie in Deutschland immer häufiger wird, mittlerweile ist dies jede fünfte Familie mit insgesamt 1,6 Millionen Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern.
Die Politik berücksichtigt ihre Lebenssituation mit der besonderen Belastung jedoch zu wenig, und die Reformen der vergangenen zehn Jahre haben laut der Studie durch Änderungen im Unterhalts-, Steuer- und Sozialrecht den Druck auf diese Familien noch erhöht. So leben Kinder Alleinerziehender fünf Mal häufiger von Hartz IV als Kinder in Paarfamilien.
(Quelle: Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe)

Details zur Studie und vorgeschlagene Maßnahmen

19.02.2014: Erneut tödlicher Einsatz von Streubomben in Syrien

In einer Medienmitteilung berichtet Human Rights Watch (HRW), dass die syrischen Regierungstruppen im Norden des Landes neue Streubomben eingesetzt haben. Bereits in der vergangenen Woche wurde ein Einsatz der weltweit geächteten Waffen im Südsudan nahe der Stadt Bor festgestellt. Generalsekretär der UNO, Ban Ki-moon, hat in einer öffentlichen Erklärung den Einsatz verurteilt.

Südsudan leidet bis heute unter einer Verseuchung durch frühere Einsätze von Streumunition, laut dem „Cluster Munition Monitor“ wurden Überreste von Streumunition in allen zehn Staaten des Südsudans entdeckt.

Fotostrecke auf Spiegel Online zur aktuellen Situation in Laos, Fotos von Till Mayer

10.01.2014: Galerieausstellung eröffnet: "Making a World of Difference"

Im Rahmen der Ausstellung "A World of Difference: Photographs and Art of the Global Campaigns to Ban Landmines and Cluster Bombs", die heute in der Benedum Gallery im Monongalia Arts Center (West Virigina, USA) eröffnet wurde, werden auch Fotos aus der Arbeit von ju care Kinderhilfe ausgestellt. Unsere Fotos zeigen Situationen aus der Krankenhausbetreuung von Kindern, die Opfer von Streumunition wurden, sowie Momente aus der Öffentlichkeitsarbeit.

14.01.2014 Große Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland fordert umfangreiche Maßnahmen gegen Kinderarmut

Laut einer Umfrage im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes fordert ein Großteil der Bevölkerung in Deutschland wesentliche Veränderungen, um die Kinderarmut in Deutschland zu bekämpfen.

Hauptforderungen, die in der Bevölkerung als sehr wichtig eingeschätzt werden:

  • Lehrmittelfreiheit für einkommensschwache Familien und deren Kinder (97%)
  • kostenfreies Essen in Schule und Kita (86%)
  • kostenfreie Beteiligungsmöglichkeiten an Bildung, Kultur und Sport (81%)
  • kostenlose Ganztagsbetreuungen in Schulen und Kitas (84%)

(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 14.01.2014)

27.11.2013: Hebammen-Situation im Koalitionsvertrag

„Die Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung mit Geburtshilfe ist uns wichtig. Wir werden daher die Situation der Geburtshilfe und der Hebammen im Speziellen beobachten und für eine angemessene Vergütung sorgen.“ So steht es im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung, es ist das Ergebnis eines breiten Protestes der Zivilgesellschaft gegen die bisherigen Pläne von Bundesregierung und Versicherungen.

Die Situation der Hebammen hat sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Wegen sehr kleiner Stundenlöhne und gleichzeitig extrem gestiegenen Haftpflichtversicherungskosten (von 2004 bis zum geplanten Durchnittsatz 2014 um über 370%!) geben viele freien Hebammen ihren Beruf auf, und ab dem Sommer 2015 soll es nach bisherigen Plänen keine Haftpflichtversicherung mehr für sie geben - es würde das Ende des freien Hebammenberufes bedeuten.
Mit angestellten Krankenhaushebammen alleine ist die Versorgung bei weitem nicht gedeckt, neben der Tatsache, dass eine Wahlfreiheit für werdende Eltern verlorengeht.
Hebammen, die außerhalb des Krankenhauses zur Verfügung stehen, leisten einen unverzichtbaren Beitrag, auch im Sinne von präventiven Hilfen und Stabilisierung bei Wochenbettdepressionen und vielen kleinen Problemen im Alltag frischer Eltern.

© Foto: "heart of gold", Leo Grübler, LeonArts.at (CC-by-nd)

Mit einer Petition und einem breiten Engagement von Verbänden und Einrichtungen (auch ju care Kinderhilfe beteiligte sich selbstverständlich daran) konnte genügend Druck auf die Parteien ausgeübt werden, dass der Koalitionsvertrag die Problematik der Hebammen aufnimmt.
Die neue Bundesregierung wird eine Lösung zu einem Problem finden müssen, das eine Nation wie Deutschland eigentlich gar nicht haben dürfte.

Aus Sicht von UNICEF Deutschland zeigen weitere Aspekte im Koalitionsvertrag, dass die Koalition die Kinder vergisst; es sei nicht erkennbar, wie Union und SPD Kinderarmut bekämpfen und mehr Chancengleichheit verwirklichen möchten. Ebenso bedauerlich ist es, dass sich Union und SPD mal wieder nicht auf eine Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz einigen konnten, obwohl es fraktionsübergreifend dafür viele Befürworter gibt und Deutschland auf dem Papier bemüht ist, eine Vorreiterrolle z.B. durch Ratifikation des Zusatzprotokolls der VN-Kinderrechtskonvention zu spielen. In der Praxis sieht es in Deutschland anders aus - die regelmäßigen Umfragen unter Kindern und Jugendlichen spiegeln das deutlich wider.

08.11.2013: Abrüstungsbeauftragter im Interview

Der Abrüstungsbeauftragte der Bundesregierung, Botschafter Dr. Rolf Nikel, gab im Südwest-Rundfunk ein ausführliches Interview. Er machte in dem Gespräch klar, dass Abrüstungs-, Rüstungskontroll- und Nichtverbreitungspolitik Teil der umfassenden, präventiven Sicherheitspolitik der Bundesregierung sind und ging dabei auch auf die aktuellen Zusammenhänge mit der Vernichtung der chemischen Waffen Syriens ein: "Hier kann Deutschland einen wichtigen Beitrag leisten", so Botschafter Nikel.

Im Oktober 2013 hat das Auswärtige Amt gemeinsam mit dem Bundesministerium der Verteidigung einen Lehrgang für zivile Inspektoren der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OVCW) vorbereitet, die in Syrien die Beseitigung der Chemiewaffen-Arsenale begleiten werden.

Das Interview ist als Audio-Datei auf den Webseiten von SWR erhältlich.

(Quellen: E-Mails des Auswärtigen Amtes, Bereich Abrüstung und Rüstungskontrolle)

25.04.2013: Städteplanung ignoriert in weiten Teilen Belange von Kindern und Jugendlichen

Am 30.01.2013 hatte das Deutsche Kinderhilfswerk die Bundesregierung anlässlich der Ausschussanhörung im Deutschen Bundestag zur Novellierung des Baugesetzbuches aufgefordert, die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen stärker als bisher zu verankern. Die Interessen von Kindern und Jugendlichen würden zu oft in der Stadtgestaltung ignoriert und kindgerechtere Lebensbedingungen müssten Leitlinie in der Stadtgestaltung werden, forderte das Deutsche Kinderhilfswerk.

Die jetzt vorliegenden Ergebnisse der Novellierung des Baugesetzbuches sind nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes sehr enttäuschend.
„Mit der heute beschlossenen Änderung wird sich in der Realität der Städteplanung kaum etwas ändern", sagt Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Die jetzt verabschiedete Formulierung, dass Kinder und Jugendliche Teil der Öffentlichkeit bei Planungsfragen sind, ist hinsichtlich einer kinderfreundlichen Stadtgestaltung wenig zielführend. Hier verschenkt der Gesetzgeber eine Möglichkeit, Deutschland ein Stück kinderfreundlicher zu machen. Kinder- und Jugendpolitik muss als Querschnittspolitik gesehen werden und sich auch im Baurecht widerspiegeln" so Hofmann in der heutigen Mitteilung weiter.

Im Selbstverständnis von Verwaltung und Politik sollte nach Auffassung des Deutschen Kinderhilfswerkes die Haltung entwickelt werden, dass Beiträge der Kinder und Jugendlichen als kreativer Impuls zu verstehen sind, der eine weitere und wichtige Qualität im Baurecht bedeuten würde und sollte. Eine Beiteiligungskultur, die Kinder und Jugendliche selbstverständlich einbezieht, würde lebendige und attraktive Städte schaffen.

20.03.2013: Unterstützung für Frauenprojekt in Ghana

ju care Kinderhilfe hat beschlossen, auf Dauer ein Frauenprojekt in Ghana zu unterstützen. Das auf Nachhaltigkeit und Hilfe zur Selbsthilfe angelegte Projekt eines Kollegen in Zusammenarbeit mit einer bereits vor Ort tätigen Organisation unterstützt Frauen durch das bewährte System der Mikrokredite für Bewirtschaftung von Ackerfläche und Aufbau von Versorgungseinrichtungen. Dadurch entsteht eine Gemeinschaft, die selbsttragend wirtschaften kann und nicht von Hilfe abhängig wird.
Aktuell konnten bereits 31 Frauen aufgenommen werden, positive Folgen gibt es auch für ihre Familien und den Dorfverband.

19.03.2013: Bundesverfassungsgericht rügt langjährige Gerichtspraxis der "Deals"

Im Zusammenhang mit vier Individualbeschwerden gegen konkrete Urteile hat das Bundesverfassungsgericht zwar die verfassungsgemäße rechtliche Regelung der Möglichkeiten von Absprachen in Gerichtsverfahren bestätigt, rügte aber zugleich in ungewohnt scharfer Form die seit langer Zeit gängige Praxis entgegen dieser gesetzlichen Grundlagen.

Paragrafenzeichen JustizfragezeichenEine vom Bundesverfassungsgericht in Auftrag gegebene Studie zur aktuellen Praxis bei Gerichten hat zudem bestätigt, was auch die vier Beschwerdeführer mit der Verfassungsklage deutlich machten. Das Ergebnis der umfassenden Studie war erschreckend und hat die Richter und Richterinnen veranlasst, sehr deutliche Worte zum Alltag vor deutschen Gerichten zu finden und bezeichnete den tatsächlichen Umgang mit Absprachen und "Angeboten" an Angeklagte als Handlungen, die bisher "in erheblichem Umfang" an Recht und Gesetz vorbeigingen. Ein solcher „Handel mit der Gerechtigkeit“ würde gegen den Schuldgrundsatz verstoßen, der von der Garantie der Menschenwürde geschützt sei.

So werden Menschen auch zu falschen Geständnissen gedrängt unter dem "Angebot" einer erheblich kleineren Strafe (oder Bewährungsstrafe ohne Gefängnisaufenthalt), was selbstverständlich auch Menschen veranlasst, angebliche Taten einzugestehen, die sie niemals begangen haben.
[weiterlesen...]

06.03.2013: Deutsches Kinderhilfswerk berichtet über steigende Kinderarmut

Nach Berechnungen des Deutschen Kinderhilfswerkes sind rund 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche von Armut betroffen.
"Die Bundesregierung muss endlich handeln und ein umfassendes Konzept zur Bekämpfung von Kinder- und Familienarmut vorlegen, wie es schon das Bundesverfassungsgericht angemahnt hat. Dazu soll die Bundesregierung gemeinsam mit Ländern und Kommunen ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit konkreten Zielvorgaben vorlegen, mit dem der Kinderarmut wirkungsvoll begegnet werden kann. Dabei muss es sowohl darum gehen, materielle Verteilungsgerechtigkeit herzustellen als auch verbesserte Bildungschancen für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche zu schaffen. Dazu gehört auch der fristgerechte Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder mit einer gleichzeitigen Qualitätsoffensive für eine bessere frühkindliche Bildung", betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes in der heutigen Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks.

28.02.2013: Deutschland ratifiziert Zusatzprotokoll zur VN-Kinderrechtskonvention

Deutschland ratifiziert als dritter Staat weltweit das Zusatzprotokoll zur VN-Kinderrechtskonvention, das ein Individualbeschwerdeverfahren regelt, mit dem Kinder und Jugendliche Verletzungen ihrer Rechte in Genf rügen können. Sie können sich zum Beispiel gegen fehlenden Schutz vor Gewalt und Misshandlungen, fehlende Bildungsmöglichkeiten, Diskriminierung sowie Unterversorgung wehren.

„Mit der heutigen Ratifikation nimmt Deutschland in Europa und weltweit eine Vorreiterrolle bei der Stärkung der Kinderrechte ein", sagte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. „Das Beschwerdeverfahren macht unmissverständlich klar: Kinderrechte stehen nicht nur auf dem Papier. Sie müssen eingehalten und umgesetzt werden. Die Rechte von Kindern sind das Fundament für ein gesundes, glückliches und chancenreiches Aufwachsen."
(Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 28.02.2013)

Da sich entgegen dieser schnellen Unterzeichnung des Zusatzprotokolls die Bundesregierung aber weiterhin gegen eine explizite Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz ausspricht (wir berichteten), bleibt der Verdacht, dass man sich auf Regierungsebene mit einer praktischen, alltagstauglichen Verbesserung der Rechte und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen nicht wirklich befassen will und die Verantwortung abschiebt.

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