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Einzelmeldungen

19.11.2020: Coronamaßnahmen: Wenn auch die Demokratie leidet

Zweifellos waren während der ersten Infektionswelle, die Deutschland im Frühjahr 2020 traf, viele Analysen und Entscheidungen noch durch verständliche Unsicherheit und mangelnde Erfahrungen mit diesem neuartigen Virus geprägt. Danach gab es viele gute Hinweise auf Schwachpunkte, zu verbessernde Rahmenbedingungen und eine Menge guter und durchdachter Vorschläge, wie man welche Faktoren deutlich verbessern müsste.
Davon ist leider nur sehr wenig umgesetzt worden, viele Unterstützungen laufen nicht so, wie es versprochen wurde.

Jetzt erlebt auch Deutschland eine zweite Welle, die ganz und gar nicht ohne Vorahnung kam und schon während der ersten Welle für diesen Herbst vorausgesagt wurde, weil es eine in sich logische und aus Erfahrungen mit Virusinfektionen gewonnene Erkenntnis ist.
Da wir selbst durch berufliche Tätigkeiten die klinischen Auswirkungen von SARS-CoV-2 mitbekommen, sind uns die Zusammenhänge und Einschätzungen bekannt.

Abgewartete oder verschlafene Probleme?

Trotz Erfahrungen aus der ersten Welle haben Verantwortliche in der Politik diese so wichtige Zwischenzeit nicht entsprechend genutzt.
Stattdessen wurde jetzt in einer hektisch durchgepaukten Mammutsitzung am 18.11.2020 das nächste Infektionsschutzgesetz verabschiedet - eine Gesetzesänderung (Drucksache 700/20) mit einem Inhalt von satten 24 Seiten, die an einem einzigen Tag vom Bundestag diskutiert und beschlossen werden sollte und auch wurde.
Man darf davon ausgehen, dass nahezu allen Bundestagsmitgliedern die Bedeutung der vorgelegten Beschlüsse und Formulierungen in dem Moment des Beschlusses überhaupt gar nicht klar waren. Dazu wäre selbstverständlich ausreichend Zeit nötig, um die Bedeutung und Tragweite von Gesetzesänderungen zu hinterfragen und juristisch zu fassen.

Um Pandemieregelungen sinnvoll zu gestalten und die bereits erwartete zweite Welle im Herbst/Winter entsprechend vorbereitet anzugehen, wäre auf politischer Ebene eine klare, demokratische Findung von Leitlinien nötig gewesen. Ob das verschlafen, abgewartet oder absichtlich unterlassen wurde, bleibt von außen gesehen derzeit ungeklärt.

Tatsache ist es leider, dass zahlreiche Regelungen ohne ausreichend demokratischen Diskurs getroffen wurden und sich sogar die Bundeskanzlerin Angela Merkel in weltfremden und kinderfeindlichen Anordnungen verstieg, dass sich Kinder nur mit einem festgelegten Freundschaftskontakt treffen dürften. Eine Anordnung, die in der Praxis zu Ausgrenzung und seelischen Verletzungen führen würde und eindeutiges Mobbingpotenzial hat und zurecht von Kinderschutzorganisationen heftig kritisiert und abgelehnt wurde.

Regelungen müssen sinnvoll und demokratisch gefunden werden

Die Corona-Pandemie ist längst kein plötzlicher Notfall mehr. Gesetzliche Regelungen in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung bedürfen daher einer gesellschaftlich anerkannten und gemeinsam getragenen Mehrheit, und Verantwortliche im Gesetzgebungsverfahren haben dieses Ziel zu beachten.

Um die Problematik des jetzt im Eiltempo beschlossenen Infektionsschutzgesetzes an einem ganz kleinen Beispiel zu verdeutlichen:
Auf Seite 2 des vierundzwanzigseitigen Entwurfs, der mal eben durchgewunken werden sollte und tatsächlich beschlossen wurde, steht oben unter Punkt 3 eine kleine Formulierungsänderung:

"
3. § 4 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 1 Satz 7 werden die Wörter „§ 14 Absatz 1 Satz 3“ durch die Wörter „§ 14 Absatz 1 Satz 7“
ersetzt.
b) In Absatz 3 Satz 4 wird das Wort „schwerwiegenden“ durch das Wort „bedrohlichen“ ersetzt.
"

Alleine für diese "Kleinigkeit" der Gesetzesänderung benötigt man einige Zeit, weil man sich informieren muss, was in § 4 (des bisherigen Infektionsschutzgesetzes IfSG, das im Juli 2000 erstmals veröffentlicht wurde) steht, was in § 14 zu finden ist und welche Bedeutung überhaupt diese Absätze haben, wenn dann das Wort "schwerwiegenden" durch "bedrohlichen" ersetzt wird.

In Paragraf 4 des Infektionsschutzgesetzes geht es um die Aufgaben des Robert Koch-Instituts als nationaler Behörde, und in der Gesetzesänderung 3.b) geht es um eine Änderung, die die Datenverwendung von persönlichen Patientendaten betrifft. Bisher durfte das Institut diese Patientendaten nur bei schwerwiegenden übertragbaren Krankheiten verwenden, jetzt nach der Änderung dürfen es "bedrohliche" Krankheiten sein.

Was ist denn "bedrohlich"? Schon diese kleine Gesetzesänderung ist ein Schritt in die falsche Richtung, denn jedes Gesetz muss klar verfasst sein, dem rechtsstaatlichen Bestimmtheitsgrundsatz prinzipiell folgend.
Eine "schwerwiegende" übertragbare Krankheit lässt sich verständlich dadurch fassen, dass sie im allgemeinen Verständnis schwerwiegende Folgen für infizierte Drittpersonen haben wird.
Eine "bedrohliche" Krankheit ist dagegen nicht mehr fassbar, weil jeder für sich selbst eine Bedrohung anders auffassen kann: Eine simple Grippe, die Entscheidungsträger als "bedrohlich" beurteilen können, HIV, Herpes, Fußpilz, den Models sicher bedrohlich finden könnten, oder eben auch genetische Veränderungen wie Trisomie, die in glücklicherweise vergangenen Zeiten unzutreffend als Bedrohung empfunden wurden.

Diese kleine Gesetzesänderung in diesem Minisatz (von 24 Seiten Gesetzesänderung) bedeutet aber, dass eben alles, was als "bedrohlich" gesehen werden könnte, mit personenbezogenen Daten erfasst, weiterverarbeitet und auch weitergeleitet wird.
Das öffnet Datenbanken mit allen möglichen erfassbaren Krankheiten und genetischen Abweichungen Tür und Tor, weil es keine herleitbare Abgrenzung gibt, was denn "bedrohlich" bedeutet.
Wenn man mit einer Covid-19-Infektion beim Robert Koch-Institut erfasst wird, möchte man wohl kaum, dass vielleicht auch abgespeichert, verarbeitet oder weitergeleitet wird, dass man ein Mensch mit Trisomie ist. Warum auch, schließlich stellt man damit nicht per se eine Gefahr für andere Menschen dar, auch wenn das in der Nazi-Zeit anders gesehen wurde.

Das war nur ein kleines Beispiel am Anfang der vielseitigen Gesetzesänderung, es gibt wesentlich gravierendere Probleme in diesem beschlossenen Gesetz, und es würde uns nicht verwundern, wenn das Gesetz durch das Verfassungsgericht gekippt würde.

Leider stecken die Gesetzesentwürfe der Bundesregierung immer wieder voller Fehler, weil eine ausreichend gute Vorarbeit nicht geleistet wurde und sie dann teilweise sogar mehrfach vom Verfassungsgericht einkassiert wurden.

Eine demokratische Findung von gesellschaftlich notwendigen, sinnvollen Regelungen sollte ganz anders verlaufen und würde auch den Verschwörungstheoretikern, Schwurblern und Radikalen in unserem Land nicht noch in die Hände spielen.
Es gibt so viel Potenzial in den zahlreichen Verbesserungen, Ideen und Umsetzungen im Zusammenhang mit der Pandemie, dass vernünftige und erfolgreiche Wege keine Illusion sein müssen. Es hängt davon ab, ob sich die Politik an den alltäglichen Bedingungen und Aufgaben orientiert.

 

02.10.2020: Strukturprobleme, die es "nicht gibt"

Die Aufdeckungen der letzten Monate von Skandalen in Polizeikreisen und beim Verfassungsschutz dürften erst der Anfang sein und wundern uns nicht.
Dass lange Zeit beispielsweise rechtsextreme Verhaltensweisen und Aktivitäten verschwiegen wurden, hängt auch damit zusammen, dass an übergeordneten Stellen und Ministerien ständig behauptet wurde, dass es solche Probleme gar nicht gebe oder es nur Einzelfälle seien.

Eine Kultur des Wegschauens und Verheimlichens, weil man untereinander "zusammenhalten" müsse, ist an sich ein klares Strukturproblem, das auch beispielsweise in den großen Glaubensgemeinschaften und in Einrichtungen zu jahrzehntelanger Vertuschung selbst schwerster Straftaten geführt hat.
Daran muss dringend gearbeitet werden, denn eine Gemeinschaft darf nicht das Verheimlichen von Problemen und Fehlverhalten als einen der Grundpfeiler besitzen.
In allen relevanten Bereichen, besonders in sozial verantwortlichen Stellen, werden normalerweise qualitätssichernde Strukturen vorausgesetzt, um Problemen möglichst rasch und konsequent zu begegnen.
Bei Polizei und Justiz muss sich diese Selbstverständlichkeit scheinbar erst noch etablieren.

Das Benennen von Problemen und Fehlverhalten bei Polizei und Justiz ist kein Angriff gegen den Rechtsstaat, auch wenn das immer wieder fälschlicherweise so interpretiert wird. Hinter solchen Behauptungen steckt eine leider weit verbreitete Meinung, dass "Rechtsstaat" mit Gerechtigkeit, dem Streben nach Wahrheit einem weitgehend fehlerfreien Umgang gleichzusetzen sei.

Bei Polizei und Justiz gibt es nicht nur die gleichen Fehlverhalten wie in jedem anderen Berufszweig auch, manche Probleme sind dagegen sogar strukturell als fester Bestandteil vorhanden, wie zum Beispiel die Haltung, niemals gegen die eigenen Kolleg*innen vorzugehen und nicht als "Nestbeschmutzer" zu gelten.
Es sind aber nicht diejenigen die "Nestbeschmutzer", die ein Fehlverhalten melden, um Probleme zu lösen, sondern die, die den Dreck ins Nest hineingemacht haben.

Bei Polizei und Justiz gibt es Extremismus, Rassismus, familiäre Gewalt und körperliche und sexuelle Gewalt gegen Kinder; davon sind keine Gesellschaftsschicht und kein Berufszweig ausgenommen. Es gibt die Erstellung und Verwendung falscher Gutachten, wissentliches Vertuschen von Wahrheit, Erzwingung falscher Geständnisse, Bedrohung, Machtmissbrauch und Gewalt innerhalb dieses Umfelds.
Dass es sogar strukturelle Probleme in der Verwirklichung rechtsstaatlicher Prinzipien geben muss, wurde unter anderem daraus deutlich, dass selbst das Bundesverfassungsgericht nach einer großen NRW-Studie vor einigen Jahren über die Gerichtspraxis vernichtend urteilte, dass "in erheblichem Umfang" an Recht und Gesetz vorbei gehandelt würde.
Ein solches Umfeld benötigt offensichtlich grundlegende Veränderungen, um inneren Problemen wirksam zu begegnen.

Es wird dringend Zeit, dass Polizei, Justiz und Ministerien die Augen nicht länger davor verschließen, dass es erhebliche Probleme auch in den eigenen Reihen und Strukturen gibt.

 

02.09.2020: Sicherheitssoftware

Security Software made in Bochum: Quantum computers won't be successful! Interested? Mail us.
Schutz gegen Quantencomputer und Hackernetze
Nachdem wir seit Jahren unter Dauerbeschuss von Hack-Versuchen und sonstigen merkwürdigen Angriffen stehen, haben wir uns gefragt, wie wir uns und unsere potenziell angriffsfähigen Arbeitscomputer dagegen schützen können und wie ein entsprechender Schutz für andere auch sinnvoll sein könnte.

Um es aktuell zu beziffern: Unsere Webseiten werden momentan mit ca. 1200 Versuchen pro Woche attackiert, teils automatisiert, teils offensichtlich mit manuellen Versuchen. Bisher alles glücklicherweise erfolglos, seit vielen Jahren.

Die Webseiten sind wie in jedem Unternehmen oder auch jeder nichtkommerziellen Organisation ein wichtiger Teil, aber die Arbeitsdaten dahinter mit allen Details sind noch viel wichtiger und sensibler.
In Sachen Kinderschutz dürfte es sehr klar sein, dass die eigentlichen Arbeitsdaten im Netzwerk noch wesentlich vertraulicher sind als alles, was auf einer Webseite veröffentlicht wird und theoretisch gehackt werden könnte.
ju care Kinderhilfe hat seit Gründung sämtliche Daten maximal geschützt.

Großfirmen kennen natürlich schon seit Jahrzehnten das Problem, dass sie Ziele von IT-Angriffen sind.
Seit einiger Zeit sind aber auch mittlere und kleine Unternehmen (und auch Privatseiten) Ziele solcher Angriffe, um beispielsweise Daten für erpresserische Taten zu erbeuten oder auch einfach "nur" ein solches Netzwerk als Angriffs-Bot zu nutzen (ein Computer oder ein Netzwerk wird dazu missbraucht, andere Computer automatisiert anzugreifen oder sonstige Dinge zum Schaden anderer automatisiert durchzuführen).

Ganz besonders scheint aber auch ein Interesse daran zu bestehen, wenn selbst kleine Organisationen wie wir politisch aktiv sind mit Zielen, die nicht jedem mit Interesse an maximalem eigenen Profit oder Machteinfluss gefallen:
Einsatz gegen Waffentypen, die hauptsächlich Zivilisten töten oder verstümmeln (->Streumunition), Einsatz für Menschenrechte allgemein.
Seit den Veröffentlichungen gegen Streumunition verzeichnen wir deutlich mehr Angriffe auf den Webseiten, besonders von Servern aus den USA.

Für sämtliche Online-Datenspeicherungen haben wir deswegen nach einigen Monaten intensiver Arbeit ein System entwickelt, das jedes Datenarchiv auch gegen Parallel-/Hochleistungsrechner, Distributed Computing und sogar Quantencomputer unangreifbar macht.

Der Einsatz für Menschenrechte, für Frieden in der Welt sowie für alle in der UN-Menschenrechtskonvention vereinbarten Grundlagen sollen unangreifbar bleiben, auch wenn das momentanen Machthabern in irgendwelchen Staaten gerade nicht passen sollte.
Menschenrechte sind nicht Spielball irgendwelcher gerade agierender Politiker, sie sollten Grundlage für jede Gesellschaft sein.
Das Software-Tool, das wir entwickelt haben, soll und kann dazu beitragen, diese Grundlagen zu schützen.

Sie haben als Unternehmen für Cybersecurity Interesse an diesem von uns entwickelten Tool?
Dann schreiben Sie uns gerne eine Mail!

 

31.08.2020: Bessere Stadtplanung: Mehr Lebensqualität für Kinder

Heiße Sommer, Hitzestau zwischen Gebäuden und Überschwemmungen bei stärkeren Regenfällen sind schon lange ein Problem in deutschen Städten. Trotzdem haben Stadtplaner, Architektenbüros und Verantwortliche in Politik und Wirtschaft diese Schwierigkeiten lange Zeit weiter ignoriert. Erst jetzt im Zuge des gewachsenen Bewusstseins für die mehr als überfällige Notwendigkeit einer deutlichen Änderung setzen PolitikerInnen auf "grüne Themen".

Anlässlich des vorbildlichen Projekts der Schulhofentsiegelung, das die Stadt Düsseldorf im Juni 2020 gestartet hat, möchten wir die Problematik der Versiegelung und fehlender Lebensqualität hier kurz skizzieren.

Stadtgestaltung Innenstadt Bochum: Versiegelung und kein GrünGemessen an der täglichen Realität sind die Kommunalwahlkampf-Behauptungen leider oft nur leere Phrasenhülsen:
"Wir pflanzen viel mehr Bäume als früher", "Wir gehen mit der Sammlung von Wasser anders um. Wir sind Schwammstadt. Wir saugen das Wasser auf und geben es langsam an die Natur, die Bäume in der Innenstadt, weiter."
Diese Aussagen des Bochumer Oberbürgermeisters als Kommunalwahlkandidaten im ->WDR-Interview sind wohl eher wahlkampfmotivierte Wunschträume als tatsächliche Realität. Bäume in der Innenstadt? Das wäre schön, denn die Aufenthaltsqualität würde sich durch verfügbaren Schatten, mehr Grün, weniger Beton und Fassaden und bessere Luft deutlich erhöhen.
(Foto 1 rechts: Innenstadt Bochum, Dr.-Ruer-Platz. Die tatsächliche Stadtgestaltung ist wenig einladend)

In der (theoretischen) Stadtplanung spielt die Versiegelung von Flächen eigentlich schon lange eine wichtige Rolle, wird aber immer wieder durch unterschiedliche Interessen verdrängt und durch "Ausnahmen" sehr problematisch.
"Man merkt deutlich, dass die Innenstadt Bochums nicht für Menschen entworfen wurde, sondern für motorisierten Verkehr und Märkte", sagt Matthis Jungjohann (stud. B.A. Stadtplanung). "Für Stadtplaner ein absolutes Horrorszenario. Überall versiegelte Flächen und kaum Grün."

[Weiterlesen, mit weiteren Fotos]

 

19.06.2020: Kindesmissbrauch ein Strafmaßproblem?
Ein kleiner Realitätscheck

Passwort im FadenkreuzStrafmaße, TeraBytes von Daten, Ermittlerbefugnisse und möglicherweise die nächste Legislaturperiode.
Wenn man einigen PolitikerInnen und AkteurInnen (auch AktivistInnen mit Petitionen) der letzten Monate zuhört, würde sich Kindesmissbrauch bald wegen höherer Strafmaße, die derzeit gefordert werden, sofort wesentlich verringern.

Im Gegensatz dazu äußern sich Experten zu erwarteten Folgen in Bezug auf Strafmaßverschärfungen ganz anders und sehen keinen effizienten Nutzen in solchen Forderungen.

Unabhängig davon, wer diese Forderungen zu höheren Strafmaßen stellt, sieht die Realität doch offenbar ganz anders aus:
TäterInnen, die sehr wohl um auch hohe Strafen wussten (derzeit sind 15 Jahre Strafzeit + prinzipiell unbefristeter Sicherungsverwahrung möglich), ließen sich davon eben nicht abschrecken und begingen diese Taten trotzdem.
Als Beispiel: Der mutmaßliche Haupttäter des Falls in Münster, 2020. Offenbar gut geplant, mit hohem Interesse, die Taten zu verheimlichen und gut zu verbergen, mutmaßlich in Komplizenschaft mit anderen.
Ein Einzelfall mit extrem neuer Technik und neuen Methoden? Eben nicht.

Es geht um den effektiven Schutz von Kindern gegen sexuellen Missbrauch, und so war auch die eigentliche Debatte im Bundestag im Rahmen einer "Aktuellen Stunde" am 18.06.2020 geplant, mit der Überschrift: "Sexuellen Missbrauch effektiv bekämpfen – Kinderschutz ausweiten und Prävention stärken".
Dabei gab es innerhalb der Debatte gute wie auch reichlich fehlgeleitete Beiträge, aber insgesamt fehlte leider ein fraktionsübergreifendes Engagement zu einer glasklaren Kinderschutzpolitik, wie es auch im Fall von Kinderrechten bisher war. Zurecht wurde dabei von mehreren Fraktionen die blockierende Haltung der Union kritisiert.

Eine Übersicht mit Faktencheck und Stellungnahme zu geäußerten Ansichten
aus Politik, Polizei, Nachrichten und Fernsehen:
[Weiterlesen...]

 

22.05.2020: Solidarität?
Wenn das Management unter "Solidarität" nur Wirtschaftszahlen versteht
— Ein kritischer Kommentar

Die "WIR"-Mottos scheinen momentan in der Hand von Marketing und Stadtpolitik etwas arg strapaziert zu werden, wenn man sich Zeitungsbeiträge, SocialMedia und Radiobeiträge ansieht.
Es wird dabei für Solidarität geworben: "Hier, wo das WiR noch zählt" (Stadt Bochum)(1), "eine Chance auf ein WIR" (Radio Bochum)(2), "#wirhaltenzusammen - Zeit für mich" (WAZ)(3) und so weiter. Es wurde an vielen Stellen um Einsendung von Beiträgen, Ideen und Tipps gebeten für Möglichkeiten, die schwierige Zeit besser zu überstehen und Problemen zu begegnen.

Leider sehen diese WIR-Mottoumsetzungen eher nach einem WIRus aus, der auf die eigene Vermehrung setzt, wenn man das mal so überspitzt kommentieren darf. So fällt der Stadt Bochum nichts Besseres ein, als mit über einer Million Aufklebern(4) dieses "WiR"-Logos darauf zu hoffen, dass den BürgerInnen dadurch ein solidarisches Gefühl beigebracht werden kann. Verteilt in der Stadtspiegel-Ausgabe landet mit Sicherheit der allergrößte Teil dieser Aufkleber im Müll — allerdings nicht im Altpapier, da es ein beschichteter Spezialträger ist.
WiR-Aktionen von Bochum MarketingNeben der fragwürdigen Wirkung solcher Aufkleber, der Verschwendung von Finanzen für eine so teure Aktion und der dämlichen Umweltbelastung wäre es doch viel solidarischer und sinnvoller gewesen, eine bedruckte Beilage gleicher Größe zu verteilen, die eine Auflistung mit gesammelten Tipps für kostenfreie Hilfestellungen enthält, die gerade Familien und Menschen mit Finanznöten durch die Coronakrise benötigen.
Da diese WiR-Aktion aber nur den lokalen Handel im Blick hat, bleibt der Begriff "Solidarität" leider auf die eigenen Finanzinteressen begrenzt. Solidarität mit den Problemen der BürgerInnen? Fehlanzeige.
Und statt vergünstigter oder kostenfreier Fahrten mit ÖPNV wird das Parken mit einem Auto in der Innenstadt bezuschusst. Perfekt.

Ähnlich sieht es bei den "Wir"-Aktionen der WAZ, Radio Bochum und anderer Medien aus. Nirgendwo gibt es wirklich eine nette Auflistung von gesammelten Tipps, Links zu kostenfreien und sinnvollen Hilfen oder ähnlichen Hilfestellungen, selbst wenn die Sonderseite der WAZ so etwas verspricht. Dort wird dann auf WAZ-eigene Berichte verlinkt, die nahezu alle nur über ein bezahltes Abonnement erreichbar sind.

Dieses Denken, das mit "WIR" eigentlich nur auf die Sicherung der eigenen Finanzen gezielt wird und es gar nichts mit echter Solidarität zu tun hat, betrifft leider auch solche Stellen wie das Familienforum Ruhr, das sich sogar eingereichte und erfolgreich umgesetzte Tipps für kostenpflichtige Familienkurse noch von denen bezahlen lässt, die die Ideengeber waren(5): Man darf dann diesen Kurs um 50% reduziert buchen.

Fazit:
Dass Solidarität erst einmal nicht bedeutet, sich selbst das Konto und das politische Ansehen zu verbessern, müssen wohl die Marketingexperten und PolitikerInnen noch begreifen.

(OJ)

_____________
Quellenangaben:

(1) Stadt Bochum, 10-Punkte-Plan, SocialMedia-Aktionen auf Instagram, Twitter, Facebook, WhatsApp, Webseite (wodaswirnochzaehlt.de). Bericht im Stadtspiegel vom 13.05.2020. Die hier verwendete Logografik ist satirisch abgewandelt und nicht das offizielle Logo der Aktion der Stadt Bochum. ju care Kinderhilfe erhebt keinen Copyright-Anspruch auf dieses Logo, auch nicht auf die abgewandelte und hier verwendete Grafik.

(2) Radio Bochum, Aktion "WIR statt VIRus" (radiobochum.de/artikel/wir-statt-virus-543016.html)

(3) WAZ-Sonderseite zur Aktion #wirhaltenzusammen (waz.de/thema/wirhaltenzusammen/zeit-fuer-mich)

(4) Der Stadtspiegel Bochum (Auflage laut eigenen Angaben 140.650) enthielt am 16.05.2020 einen Aufkleberbogen mit je 8 Stickern des WiR-Logos in unterschiedlicher Größe und Design. Daraus ergibt sich eine Gesamtanzahl von rund 1.125 Millionen beschichteten Aufklebern

(5) E-Mail-Newsletter des Familienforum Ruhrgebiet vom 28.04.2020

 

08.05.2020: Verbot von Konversionsbehandlungen

Sie nennen sich "Kinder Gottes", predigen von Liebe, Annahme und tragender Gemeinschaft, aber treiben Menschen mit nicht-heterosexueller Orientierung in Pseudotherapien oder an den seelischen Rand: Evangelikale Kreise mit konserverativer Ausrichtung.
Mit diesen Konversionstherapien ist jetzt glücklicherweise Schluss. Die Bundesregierung hat am 07.05.2020 ein Gesetz zum Verbot von Konversionsbehandlungen beschlossen, das solche gefährlichen und belastenden Behandlungen verbietet, ebenfalls ist das Anbieten, Bewerben und Vermitteln verboten.

Es ist aus unserer Sicht sehr erfreulich, dass diese Gesetzesänderung beschlossen wurde und damit in diesem Bereich des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen ein wichtiger Baustein zu einer geschützten Entwicklung beigetragen wird. Eine Erhöhung der wirksamen, grundsätzlichen Altersgrenze sollte dabei auch aus unserer Überzeugung (wie im Beschlussverfahren zurecht angeregt) auf 26 Jahre erfolgen, da gerade in diesen konservativen Kreisen das Finden einer eigenen, sicheren und selbstkritischen Position häufig erst nach Erreichen der Volljährigkeit stattfindet und die Beeinflussungen durch Familie und Gemeinde sehr intensiv sein können, wie wir es selbst erlebt haben.

Du bist gut, so wie du bist — Es bleibt zu hoffen, dass auch konservative und evangelikale Kreise die Vielfalt des Lebens annehmen können, statt sie zu bekämpfen und eine Bedrohung darin sehen, die es nicht gibt.

Weitere Quellen:

Deutscher Bundestag: Bundestag verbietet Therapien zur „Heilung“ von Homosexualität

WDR: Wenn Schwule "umgepolt" werden sollen

07.04.2020: Vielseitige Maßnahmen und Zusammenarbeit

Die vielen unterschiedlichen Ideen, Lösungsansätze und die Bereitschaft Vieler im Einsatz gegen Corona haben in den letzten Wochen gezeigt, dass ein starker Zusammenhalt da ist und viele Menschen jeweils ihren Beitrag leisten.
Neben dem großartigen Einsatz helfender Menschen gibt es auch kreative Ideen und technische Entwicklungen zur provisorischen Lösung von Materialknappheit. Allen, die ihren Teil dazu beitragen, für die Gemeinschaft da zu sein, möchten wir ein herzliches "Danke" sagen!

Zur Risikominimierung tragen auch Behörden mit wichtigen Änderungen bei. So hat beispielsweise der Kampfmittelräumdienst NRW die aktive Suche nach Blindgängern bereits Mitte März eingestellt, wie wir im Austausch mit der Bezirksregierung Düsseldorf erfahren haben.
Die Durchführung von Bauvorhaben ist im Ruhrgebiet wegen der nicht zu vernachlässigenden Zahl von Altlasten mit der Suche nach Blindgängern verbunden. Eine Evakuierung rund um einen Bombenfund stellt derzeit aber ein extrem hohes Risiko für alle Beteiligten dar, neben dem noch höheren logistischen Aufwand und der finanziellen Belastung, die so eine Situation ohne die aktuelle Pandemielage darstellen würde.
Die Entscheidung des Kampfmittelräumdienstes zur momentanen Pausierung ist ein ganz wichtiger Teil, weitere Infektionsherde und Belastungsmomente zu vermeiden.
Die Wirksamkeit dieser Entscheidung hängt allerdings auch davon ab, dass Träger der Bauvorhaben momentan auf solche kritischen Phasen verzichten, die eventuell zu einem Blindgängerfund führen könnten, um damit die Bevölkerung und Fachleute zu schützen.

Der Kampf gegen die Neuinfektionen ist eine gemeinsame Sache — viele Einzelne haben dabei eine Chance, ein Multiplikator in der Gesellschaft zu sein und dazu beizutragen, die Pandemie zurückzudrängen.
Ein großer Dank gilt allen denjenigen, die sich für eine Minimierung des Risikos einsetzen, da, wo sie gerade sind.

02.04.2020: Rechenleistung gegen Corona

Integrierter Schaltkreis und SMD-Komponenten auf einer ComputerplatineMit unserer Computerhardware unterstützen wir seit einigen Tagen die Simulationsprozesse, die bei Folding@home zur Gewinnung neuer Erkenntnisse gegen COVID-19 durchgeführt werden. Über eine einfach zu installierende Software können die Rechenleistungen von Grafikkarte und CPU genutzt werden, um jeweils kleine Einheiten der Simulation zu berechnen und das Ergebnis der Forschung zur Verfügung zu stellen.
Der Computer kann dabei wie gewohnt ganz normal genutzt werden!

Mittlerweile erreichte das Projekt am 27.03.2020 durch den Beitrag vieler einzelner Computer laut eigenen Angaben eine Gesamtrechenleistung von 1.55 ExaFLOPS (1.55 x 1018 Gleitkommaberechnungen pro Sekunde), eine Leistung, die ein Vielfaches der Gesamtrechenkapazität aktueller Hochleistungsrechenzentren darstellt.
Mit dieser Hilfe konnten bereits Erfolge in kürzester Zeit erzielt werden, und darauf aufbauend wurden danach neue Simulationsprozesse bereits gestartet.

Die Vernetzung von Computerleistung ist über Folding@home und dem technisch gleichartig basierenden Projekt BOINC (Berkeley Open Infrastructure for Network Computing) ein wichtiger Teil der Forschung im Kampf gegen verschiedene Krankheiten.
Das Team ju care Kinderhilfe hat in der Vergangenheit bereits im Einsatz gegen Krebserkrankungen bei Kindern Rechenleistung zur Verfügung gestellt. Die aktuell sehr dringenden Maßnahmen rund um das Coronavirus wegen der weltweilt erheblichen Auswirkungen waren ohne Frage ein Grund, die Rechenleistungen erneut für die wissenschaftlichen Projekte zur Verfügung zu stellen.

Mitmachen? Hier kannst du deine GTX-Grafikkarte und andere Hardware zur Verfügung stellen:
StartFolding@home

>>>UPDATE 17.04.2020: Contributed >1.700.000 calculating points against COVID-19 disease. We will keep on fighting :-)

© Foto: ju care Kinderhilfe.
Integrierter Schaltkreis und SMD-Komponenten auf einem PC-Mainboard

Quellen:
Folding@home
Gamer gegen Corona: Das können Gamer gegen das Corona-Virus tun
Crowdsourced supercomputing: Washington University School of Medicine in St. Louis,
ZDF.de:
Mit Supercomputern gegen das Coronavirus

28.03.2020: Tipps für Familien während Corona-Zeit

Besonders in dieser schwierigen Isolationszeit sind Ideen und Tipps für Familien mit jüngeren Kindern ganz praktisch. Verbände, Kinder- und Jugendeinrichtungen haben auf verschiedenen Seiten zu unterschiedlichen Bereichen etwas veröffentlicht, wir stellen hier ein paar Dinge zusammen.
Ein Mädchen bemalt einen netten Bären aus PapierGerne können Sie uns weitere Ideen-Sammlungen schicken, die wir dann hier in die Übersicht einbringen können!

• Das Coronavirus kinderleicht erklärt
Auf YouTube hat die Stadt Wien ein kleines —>Video veröffentlicht, das das Coronavirus sehr verständlich für Kinder erklärt.
Detaillierte Informationen finden Sie auf der —>Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

• Witzige, hübsche Bastelideen, Aktionsvorschläge
Nette Bastelideen und auch Vorschläge für junge Jugendliche hat die Stiftung Lesen auf einer —>Sonderseite zusammengetragen.

• Sport und Bewegung auch in Coronazeiten
Der Berliner Basketballverein unterhält einen beliebten YouTube-Kanal mit zahlreichen Videos zu Sportaktivitäten, die zu Hause funktionieren. Fitness für Kinder und Jugendliche: —>ALBA Sportstunde

• Bücher lesen
Viel ruhige Zeit ist natürlich auch ideal, um neue Bücher zu entdecken und in anderen Welten abzutauchen!
Dabei gibt es auch die Möglichkeit, über Systeme wie die "Onleihe" elektronische Bücher Ihrer öffentlichen Bibliothek auszuleihen. Hier finden Sie —>Ihre Onleihe bundesweit
Wenn Sie Jugendfantasy mögen, ist vielleicht auch die —>Jugendfantasy-Trilogie von Oliver Jungjohann eine Entdeckung wert. Die Trilogie gibt es sowohl als E-Book als auch in Printausgabe. Diese Buchreihe eignet sich auch für jüngere LeserInnen (ab ca. 9-12, Leseinteressensalter bis 99) und erhielt Schulempfehlungen. Durch den Verkauf wird übrigens auch unsere ehrenamtliche Arbeit unterstützt :-)

(Foto: ju care Kinderhilfe für UNICEF)

18.03.2020: Update Corona-Virus / Aufgaben ju care Kinderhilfe

Während Corona-Pandemie: Aufgaben ju care KinderhilfeIm Zusammenhang mit der aktuellen Ausbreitung des Corona-Virus sind natürlich alle Projekte, die persönliche Kontaktsituationen mit anderen Menschen bedeuten würden, pausiert. Jede nicht notwendige Kontaktsituation muss unbedingt im Interesse des Schutzes von Risikogruppen und zur Aufrechterhaltung des medizinischen Versorgungssystems vermieden werden.

Gerne sind wir aber weiterhin für euch da,
für alle denkbaren Hilfen, die zum Beispiel per Mail oder Chat möglich sind!
Unsere Beratungshilfen oder auch "einfach nur ein offenes Ohr" bleiben weiterhin ganz uneingeschränkt bestehen! Egal, ob es sich um persönliche Sorgen dreht, um Ratschläge zum Umgang mit Kindern in dieser Sondersituation, um kleine Hilfen im Schulbereich oder um Beratungshilfen bei Misshandlung oder Missbrauch.

+++ Hilfen in Notsituationen sind weiterhin möglich, wir sind aktuell nicht infiziert und stehen nicht unter Quarantäne

Unsere Kontaktmöglichkeiten, die auch anonym nutzbar sind:

E-Mail (auch verschlüsselt): team [at] jucare.de
Telegram-App
(auch verschlüsselt): @Oliver_Jungjohann
Threema-App: 83WMATV3
Instagram: Oliver Jungjohann
(
Achtung: Instagram ist nicht anonym und ist Teil des Facebook-Netzwerks. Jeder kann Oliver Jungjohann auch ohne Freundschaftsanfrage dort schreiben, die Nachrichten werden alle gelesen, aber Fake-/Spam-Profile und unangebrachte Profile werden gesperrt. Das Instagram-Profil von Oliver Jungjohann ist ein allgemeines Profil mit Beiträgen aus der ehrenamtlichen Arbeit, aus der Arbeit als Buchautor und Verleger sowie aus den persönlichen Erlebnissen)
Die kostenlose App Telegram läuft auch via PC oder Webbrowser, eine Weitergabe der Handynummer an uns ist dabei nicht notwendig. Eine parallele Nutzung von Telegram mit einem Smartphone und dem PC ist sehr praktisch, besonders bei längeren Texten. Außerdem kann Telegram auch ohne Smartphone genutzt werden, wenn man ein Handy hat, das nur SMS beherrscht.

Fax: 0234-9341811 (Fax ohne Rufnummeridentifizierung wird aus Spamschutz automatisch geblockt)

Brief: Jedes Schreiben wird natürlich umgehend bearbeitet!
Adresse: ju care Kinderhilfe
Wasserstr. 467D
44795 Bochum

Telefon: Wegen der verschiedenen ehrenamtlichen und beruflichen Aufgaben sind wir nur selten telefonisch erreichbar. Eine Beratung per Telefon bieten wir daher prinzipiell nicht an. Bitte nutzen Sie möglichst den Weg via E-Mail oder Chat. Vielen Dank!
Rufnummern ohne Kennung werden vom Telefonsystem automatisch geblockt (Spamschutz).

WhatsApp, Facebook:
Da die Apps WhatsApp und Facebook Dateneingaben auch im Messengerbereich auswerten haben wir vor einiger Zeit beschlossen, keine WhatsApp- und Facebook-App zu nutzen. Wir hatten dort Profile und Seiten, sind aber aufgrund der Datenschutz-Verletzungen durch den Konzern zu der Entscheidung gelangt, WhatsApp und Facebook zu löschen und nicht wieder zu nutzen. Es darf einfach nicht sein, dass private Gedanken und Gefühle gerade auch in Problemsituationen an Unternehmen verkauft werden, um damit Profit zu generieren.

17.02.2020: Videos ohne Flash abspielbar

Eine lange überfällige Verbesserung haben wir am Wochenende auf unseren Webseiten realisiert. Unsere Multimediainhalte sind jetzt endlich ohne die seit geraumer Zeit veralteten und fehlerhaften Flash-Plugins auf modernen Browsern durch die Nutzung von HTML5 abspielbar.
Das betrifft hauptsächlich die Videos aus unserem Themenbereich Streubomben.
Auch unser Jubiläumsvideo 15 Jahre ju care Kinderhilfe ist jetzt ohne YouTube in hoher Qualität (HD) direkt über unsere Server erreichbar.

14.02.2020: Versuchsstrafbarkeit Cybergrooming beschlossen

Die Gesetzesänderung zur Strafbarkeit des Versuchs des Cybergrooming wurde mit Mehrheit des Bundestages beschlossen.
ju care Kinderhilfe begrüßt diese Änderung, die auch den gezielten Versuch einer Anbahnung von Kontakten zu Kindern im Internet zu sexuellen Zwecken unter Strafe stellt.
Eine weitere Gesetzesänderung wurde ebenfalls beschlossen, die verdeckten Ermittlern mit computergenerierten Medien eine sehr sinnvolle Möglichkeit zur Strafverfolgung und ermittelnden Recherche an die Hand gibt.

Derzeit befinden sich weitere Gesetzentwürfe in der Beratung, die aus Sicht von ju care Kinderhilfe gefährlich schädigende Bereiche in der vorliegenden Version außer Acht lassen. Eine weitere Korrektur wird hier bis zur endgültigen Beschlussfassung hoffentlich noch erfolgen, damit Gesetzesänderungen nicht zum Schaden, sondern zum effektiven Schutz besonders für Kinder und Jugendliche entwickelt werden.

05.02.2020: Neugestaltung Website

Unsere Website hat dringend eine Neugestaltung nötig, um auch auf Mobilgeräten gut sichtbar und bedienbar zu sein. Aus Zeitgründen haben wir diese Aufgabe bisher verschoben, werden aber jetzt innerhalb der nächsten Monaten die neue Version entwickeln.
Ein "Standardpaket" kommt für uns dabei nicht in Frage, da wir den Sicherheitsstandard beibehalten wollen und keine Sicherheitslücken in Baukastensystemen riskieren möchten. Hintergrund sind die seit Jahren durchgeführten Hackversuche aus mehreren Ländern gegen unsere Webseiten. Jede Organisation und jedes Unternehmen wird damit wohl Erfahrungen haben, und so sind wir davon auch nicht verschont geblieben. Durch Einsatz entsprechend guter Technik und Vermeidung von Sicherheitslücken sind bisher alle Hackversuche erfolglos geblieben, das soll auch so bleiben.
Deswegen bitten wir um ein wenig Geduld, bis die Mobilversion endlich da ist.
Vielen Dank!

01.02.2020: Trump erlaubt geächtete Landminen

Entgegen der internationalen Ächtung und eines Verbotes von Antipersonenminen in 164 Ländern hat US-Präsident Trump das Verbot aufgehoben und den US-Streitkräften den unbegrenzten Einsatz dieser Waffen erlaubt.

Es handelt sich dabei um Waffen, die seit langer Zeit auch nach Ende von Konflikten Zivilisten bedrohen und zu vielen Todesfällen und schweren Verletzungen Unschuldiger geführt hat, darunter auch viele Kinder. Die große Mehrheit der Regierungen und Militärführungen hat schon lange erkannt, dass diese Waffen aus humanitären und völkerrechtlichen Gründen nicht eingesetzt werden dürfen, aber auch wegen der Eigengefährdung und schwierigen Minenräumung nicht sinnvoll sind.

In den vergangenen Jahren sind Landminen laut Humans Rights Watch nur noch von Regierungen eingesetzt worden, die in Burma und Syrien Menschenrechte missachteten, sowie von bewaffneten Gruppierungen wie dem IS.

20.12.2019: Frohe Festtage

Liebe Kinder, Eltern, Besucher*innen dieser Webseite, Kolleg*innen und Kooperationspartner! Wir wünschen Euch und Ihnen allen glückliche, friedliche Weihnachtstage und alles Beste für das Neue Jahr!
Wir freuen uns auf die weiteren, vor uns liegenden Aufgaben im Jahr 2020, auf eine offene und positive Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, um gemeinsam weiter für Kinderrechte, Kinderschutz und stärkende Projekte einzustehen.

Happy New Year: ju care Kinderhilfe wünscht Frohe Festtage

06.12.2019: Wieder (was) nichts gelernt - Kinderschutz und die Symbolpolitik

Kommentar

Tagungen, Fachkonferenzen, Kommissionen, Expertenrunden: Trotz zahlreicher und fundierter Vorschläge von Fachleuten zu dringend notwendigen Maßnahmen im Einsatz gegen sexuellen Kindesmissbrauch meinen Innenminister und Justizminister, mit Veränderungen im Strafmaß und in Löschungsfristen bei Führungszeugnissen die Probleme angehen zu können.

Heute geht die Innenministerkonferenz in Lübeck zu Ende - viel erwarten im Zusammenhang mit sinnvollen Maßnahmen im Bereich Kinderschutz kann man allerdings nicht, da entsprechende Äußerungen von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU), NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) und auch BW-Justizminister Guido Wolf (ebenfalls CDU) belegen, dass die zentralen Forderungen der Fachleute offenbar gar nicht ernst genommen werden.
Dabei ist es auch besonders erschreckend, dass sich Innenminister Reul, der nach seinen Angaben das Thema Kindesmissbrauch zur Chefsache erklärt habe und sich entsprechend fachlich um sinnvolle Maßnahmen und den bisherigen juristischen Basisrahmen kümmern müsste, eine elementare Unkenntnis an den Tag legt.

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15.11.2019: Polens Regierung gegen Aufklärungswissen

Eine Nachricht, die nicht mehr ins 21. Jahrhundert gehören sollte: Polens Regierung will Aufklärungsunterricht unter Gefängnisstrafe stellen. Das EU-Parlament reagierte entsetzt und fordert von Polen den sofortigen Stopp der dortigen Gesetzesinitiative. Die polnische Regierung verfolgt in Zusammenarbeit mit Abtreibungsgegnern mit dem geplanten Verbot das scheinbare Ziel, Kinder und Jugendliche vor "sexueller Verdorbenheit" zu "schützen".
In der weltweiten Geschichte haben sich immer wieder Regierungen und Systeme bemüht, Bildung zu verhindern - ein Schutz der Bevölkerung war es niemals.

Auch aktuell belegen weltweite Daten und übereinstimmende Fachmeinungen, dass gerade das Verhindern von Bildung und Aufklärung eine wesentliche Quelle für Probleme, ungewollte Schwangerschaften und Abtreibungen bei Teenagern darstellt. Ebenso belegen Studien, Statistiken und Fachmeinungen, dass eine gute und auch frühzeitige Aufklärung eher dazu führt, verantwortungsvoll und selbstbestimmter mit Sexualität umzugehen und auch besser gewappnet zu sein gegen Missbrauch.

Aufklärung sexualisiert nicht - sie ist Teil eines guten Konzepts für Verantwortung, Selbstbewusstsein und Kinderschutz.

(Autor: Oliver Jungjohann)

Mehr zu dieser Meldung auf n-tv.de (14.11.2019, "Warschau wil Sexualkunde verbieten")

14.11.2019: Masern-Impfpflicht: Gelebter Kinderschutz

Kleines Mädchen versteckt sich auf einem ArmMit großer Mehrheit wurde heute (14.11.2019) vom Bundestag ein Gesetz beschlossen, das eine Impfpflicht für den Schutz gegen Masern vorsieht - eine Krankheit, die leider oft als "Kinderkrankheit" verharmlost wird und zu oft zu schwersten Schäden und Todesfällen führt.

Die Organisation ju care Kinderhilfe begrüßt diese Maßnahme zu einem besseren Kinderschutz sehr und appelliert an alle Verantwortlichen auch im Schulsystem, dass es eine verbesserte Aufklärung zum häufig irrtümlich verwendeten Begriff "Kinderkrankheit" gibt.

(© Foto: Oliver Jungjohann, ju care Kinderhilfe)

 

 

 

 

26.10.2019: Grundrecht für Kinder: Abschlussbericht vorgelegt

Kinderhand legt Mosaiksteine für SchulgestaltungFrüher als geplant konnte Bundesjustizministern Christine Lambrecht den 237 Seiten umfassenden Abschlussbericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe "Kinderrechte ins Grundgesetz" erfreut am Freitag (25.10.2019) vorlegen.
Der Koalitionsvertrag sieht vor, dass Kinderrechte ausdrücklich im Grundgesetz verankert werden sollen. Die dafür eingesetzte Arbeitsgruppe hat mit dem Abschlussbericht mehrere Vorschläge eingereicht, wie dies im Artikel 6 des Grundgesetzes formuliert werden kann.

"Kinder sind keine kleinen Erwachsenen", so erklärte Bundesjustizministerin Lambrecht. "Hierdurch senden wir ein ganz wichtiges Signal aus, denn das Grundgesetz ist die Basis der Werteordnung unserer Gesellschaft. Wir wollen damit verdeutlichen, welchen hohen Stellenwert Kinder und ihre Rechte für uns haben. Mein Ziel ist es dabei, eine ausgewogene Regelung vorzulegen, die sich harmonisch in das Grundgesetz einfügt. Dabei geht es nicht darum, Elternrechte und die Elternverantwortung zu beeinträchtigen."

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[Foto: Kinder und ihre Bedürfnisse sind elementarer Teil des Mosaiks unserer Gesellschaft. © Foto: Oliver Jungjohann, Projekt einer kinderfreundlicheren Schulgestaltung]

16.09.2019: Konsequenzen aus Missbrauchsskandal Lügde?

Der Landtag NRW hat mit dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Missbrauchsskandal von Lügde nach Einsetzen der Rechtskraft der Verurteilung beider Haupttäter begonnen. Auch eine Expertenanhörung im Landtag am 24.06.2019 sollte Maßnahmen für einen besseren Schutz von Kindern vor Missbrauch aufzeigen.

Problematisch erscheint vor dem Hintergrund der öffentlich gewordenen Fehler und Versagensmomente (individuell und auch systematisch), dass eine Verschärfung des Strafrechts(1) gefordert wird. Was sich emotionell zunächst als scheinbar positiver, nachvollziehbarer Ansatz zeigt, lenkt leider von den tatsächlichen Änderungsnotwendigkeiten ab und birgt unter anderem die Gefahr, dass Zeit und Ressourcen in einer solchen Diskussion unnötig vergeben werden und wesentliche Maßnahmen unterbleiben.
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13.07.2019: Verbesserter Tierschutz gefordert

Anlässlich des CHIO Aachen hat der WDR im Rahmen des Wissenschaftsmagazins "Quarks" eine kritische Dokumentation zum Umgang mit Pferden im professionellen Pferdesport veröffentlicht. Die Sendung verdeutlicht die Missstände, die auch auf dem größten deutschen Reitturnier sichtbar werden.

Da sich ju care Kinderhilfe einerseits gegen Missbrauch und Misshandlung in sämtlichen Feldern einsetzt und andererseits auch Kinder-/Jugendprojekte im Zusammenhang mit Tieren unterstützt, ist es uns ein wichtiges Anliegen, für die konsequente Durchsetzung von Tierschutz-Aspekten zu werben.
Tiere sind keine "Arbeitsmaterialien", die man zum Erreichen von Zielen benutzen kann. Auch im professionellen Sport und in Shows müssen Tiere als schützenswerte Lebewesen wahrgenommen werden.

Tierwohl konsequent schützen

Grundsätzlich arbeitet ju care Kinderhilfe ausschließlich mit Projektpartnern zusammen, die das Tierwohl genauso wie das Kindeswohl konsequent respektieren und schützen.

Die sehenswerte Dokumentation des WDR mit vielen Hintergrundinformationen finden Sie hier:
Pferde – Warum wir sie lieben und trotzdem quälen

Der erste Teil des Films ist für Tierfreunde nur schwer zu ertragen, allerdings sind im weiteren Verlauf der Dokumentation die Hintergründe und Informationen sehr wertvoll.

11.06.2019: Handyverbot in KiTas

Zehn Essener KiTas haben ein konsequentes Handyverbot eingeführt, nachdem immer mehr abgelenkte Eltern bei den Bring- und Abholsituationen beobachtet wurden. Gerade diese Momente sind für Kinder wichtig, die Aufmerksamkeit der Eltern sollte auf den Kindern liegen.
Andere KiTas thematisieren auch zunehmend die Handyproblematik, die offensichtlich weit verbreitet dazu führt, dass die Situationen mit den eigenen Kindern zu einer "Nebensache" gerät.
Gerade das Verabschieden der jungen Kinder und die Begrüßung nach einem KiTa-Tag sind emotionell wichtige Momente für die Kleinen.

Mehr dazu:

WDR: Handyverbot in Essener KiTas

WDR Audiobeitrag: Eltern am Smartphone nerven Kinder

10.05.2019: Kindersport ist Basisrecht

Die Landesregierung NRW will am 17. Mai 2019 eine Gesetzesänderung zum Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) im Bundesrat einbringen, damit Kinderlärm an Sportstätten nicht länger als "schädliche Umwelteinwirkung" gilt. Bisher sahen sich Vereine und Einrichtungen Beschwerden und Gerichtsverfahren durch Anwohner ausgesetzt.

Es sollte mit dem heutigen Verständnis für die Notwendigkeit von Sport, Spiel und gemeinschaftlicher Betätigung eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass dieser Bereich zum gesunden Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen dazugehört. Dass man gerade Kinder nicht auf entfernte, abseits gelegene Sportstätten schicken kann und dies auch im Hinblick auf Kosten, Zeitaufwand und Umwelt wenig sinnvoll ist und in dichter besiedelten Regionen wie dem Ruhrgebiet oftmals unmöglich wäre, dürfte genauso klar sein.

Aber auch für Jugendliche und Erwachsene ist es ein notwendiger Teil der gesunden Lebensführung, sich sportlich zu betätigen. Einrichtungen und Vereine, die für diesen nichtprofessionellen Breitensport zur Verfügung stehen, sollten nicht durch Klagen und Gerichtsverfahren zu üblichem Sportlärm belastet werden.

17.03.2019: #FridaysForFuture

ju care Kinderhilfe begrüßt die aktuellen Demonstrationen und Aktionen im Zusammenhang mit #FridaysForFuture ausdrücklich. Es ist sehr zu hoffen, dass sich Entscheider, Politiker und auch Pädagogen für eine konsequente Verbesserung im Klimaschutz einsetzen. Die Vergangenheit hat unzweifelhaft bewiesen, dass es bisher an Willen, Verständnis und auch Professionalität gemangelt hat.
Als Organisation und auch als Eltern (Familie Jungjohann) setzen wir uns gerne für dieses notwendig Ziel ein und appellieren an die Pädagogen und das leitende Schulpersonal, mit Flexibilität und Kreativität diesen Einsatz in politische Bildung und gute Aufklärung über Zusammenhänge einzubinden.

17.02.2019: GEMA-freies Kinderlied für Kindergärten und Familien

Song "Lieber Silbermond", Schlaflied der Elfen, von Oliver Jungjohann (voj Verlag)Da selbst soziale Einrichtungen wie Kindergärten von der GEMA abgemahnt werden, wenn dort Liedblätter zum Singen mit den Kindern ohne Zahlung von Gebühren verwendet werden, beteiligen wir uns an der Herstellung und Verbreitung von lizenzfreien, GEMA-freien Kinderliedern.

Schlaflied der Elfen: "Lieber Silbermond"
Download des Notenblatts als PDF-Datei (voj Verlag Oliver Jungjohann)
Aktualisiert: Jetzt mit Akkordnotation für Gitarrenbegleitung!

Download der MP3-Datei (Instrumentalversion)

Die Verwendung und Vervielfältigung zur privaten Nutzung und zur Nutzung in Kindertagesstätten, Schulen und sonstigen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe ist frei.

Zusammenhang/Entstehung dieses Liedes:
Das Schlaflied der Elfen ist Teil der "Wasserfall-Trilogie", einer Jugendfantasy-Buchreihe von Oliver Jungjohann für Kinder und Jugendliche. Die Elfenfreunde der Hauptcharaktere Finja und Aaron singen das Lied den Elfenkindern abends beim Einschlafen vor. Es handelt vom großen Elfenmond und dem "Traumwanderer", einem Vogel, der für die Elfenwelt hinter dem Wasserfall eine besondere Rolle hat.
Das Lied wurde im Rahmen der Entstehung der Trilogie 2012 vom Autor komponiert und steht jetzt als Musiknotenblatt zum Download zur Verfügung. Das Werk ist bei der Deutschen Nationalbibliothek registriert.

02.02.2019: Zum Missbrauchsskandal in Lügde

Im Zusammenhang mit dem erschütternden Missbrauchsskandal auf einem Campingplatz in Lügde (Kreis Detmold) werden Versäumnisse, Schuldfragen des Umfelds und Maßnahmen diskutiert, auch die Rollen der beteiligten Jugendämter und Polizeistellen.

Unser Mitgefühl gilt den betroffenen Kindern und ihren Familien und wir hoffen, dass ein verständnisvolles und liebevolles Umfeld ein Teil der wichtigen Hilfen sein wird.

Da die in diesem außerordentlich erschreckenden Fall aufgetretenen Fehler der Behörden keine Einzelfälle sind, fordern wir ebenfalls wie der Kinderschutzbund, dass Strukturen verbessert werden.
Auch wenn Überlastung und Zeitnot der Jugendämter in den Medien oft thematisiert werden ist dies allerdings nicht der einzige Grund, warum nicht selten Situationen so fatal an der Wirklichkeit vorbei behandelt werden.
Es herrscht in nicht wenigen Fällen nach wie vor die Meinung, man handele richtig und man könne es sich selbst aussuchen, wann Kommunikation und Aufklärung durchgeführt werde und wann nicht.

Es gibt Leiter von Jugendämtern, die diesen Unwillen zur transparenten Kommunikation und Hilfe schriftlich bestätigen, obwohl sich in allen Missbrauchsskandalen seit vielen Jahren zeigt, dass der mangelnde Wille zur Kommunikation eine eklatante Schlüsselrolle dabei gespielt hat, dass Missbrauch über lange Zeiträume weitergeführt werden konnte (siehe unser Artikel vom 05.03.2010: Missbrauchsskandale und die Bereitschaft, zuzuhören)

Wir erneuern daher an dieser Stelle für Ratsuchende bei Verdachtsmomenten unsere Empfehlung, nicht bei Jugendämtern nach Hilfe zu suchen, sondern Stellen wie den Kinderschutzbund um Hilfe und Rat zu fragen.

Bei ganz konkreter, akuter Gefahr für Leib und Leben sollte direkt die Polizei verständigt werden, auch wenn dies (wie im aktuellen Fall) nicht immer hilfreich ist.

Eine wichtige Warnung liegt uns noch am Herzen: Im Rahmen dieses Missbrauchsskandals kursieren auf manchen Nachrichten-Portalen "Tipps", wie man "sicher" Anzeichen von Missbrauch erkennen könne. Unter anderem wird dort genannt, dass man das in Zeichnungen von Kindern sehen könne.
Davor können wir nur eindringlich warnen! Kinderzeichnungen können aus unterschiedlichsten Gründen scheinbar Anzeichen von merkwürdig gezeichneten Situationen oder Körperteilen enthalten, ohne dass eine Missbrauchserfahrung dafür der Hintergrund ist. Selbst ein und dieselbe Zeichnung kann von Erwachsenen sehr unterschiedlich interpretiert werden, je nachdem, ob man mit Verdächtigung die Zeichnung besieht oder neutral.

Eine konkrete Abklärung von möglichen Verdachtsmomenten sollte man grundsätzlich immer ausgebildeten Fachleuten überlassen! Als zusätzliche Hilfe kann man natürlich Beratung durch Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe in Anspruch nehmen, wie z.B. dem Kinderschutzbund, um Tipps für praktisch helfende Schritte im Umfeld einer möglicherweise problematischen Situation einzuholen.

Als Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe bietet auch ju care Kinderhilfe eine Beratungsmöglichkeit auf schriftlicher Basis an (keine telefonische Beratung, keine Therapieangebote). Wir sind wie jede andere dieser Stellen auch daran gebunden, von uns aus keine Anzeigen in Beratungsfällen stellen zu können und unterliegen der Schweigepflicht.
Eine Ausnahme stellt die nach dem Sozialgesetzbuch SGB8 genannte Situation dar, dass eine Gefährdungslage nicht anders abgewendet werden kann. In dem Fall sind wir als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe ebenfalls verpflichtet, das zuständige Jugendamt zu informieren.
Eine Beratung kann anonym und mit verschlüsseltem, gesichertem Austausch erfolgen, Adressen (auch Messenger-Adressen) finden Sie auf unseren Kontaktseiten.

Weitere Informationen finden Sie auf unseren Themenseiten zu Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung.

27.12.2018: Neujahrsgrüße

Titelbild Silvestergruesse2019 Oliver Jungjohann

Foto + edit: Oliver Jungjohann

"Das Herz gibt allem, was der Mensch sieht und hört und weiß, die Farbe."
"The heart gives all that man sees and hears and knows the color."
(Pestalozzi)

Mit diesem Zitat möchten wir am Ende eines Jahres DANKE sagen für jeden Moment einer guten und herzlichen Zusammenarbeit für ein glückliches, geschütztes und stärkendes Alltagsleben von Kindern und Jugendlichen!
Gleichzeitig wünschen wir allen Besuchern unserer Website diese herzlichen Erfahrungen, viel Glück und Gesundheit im Neuen Jahr!

31.10.2018: Änderungen in den Kontaktmöglichkeiten

Aus Gründen des Datenschutzes / Persönlichkeitsrechtsrechts werden wir WhatsApp nicht weiter verwenden, da die persönlich eingegebenen Inhalte laut aktuellen Medienberichten und weiteren Informationsquellen seitens der Firma Facebook Inc. in einem für uns nicht erträglichen Maß analysiert und für unterschiedliche Zwecke verwertet werden.

Insbesondere im Tätigkeitsfeld der Kinder-/Jugendprojekte und Familienhilfe ist ein guter Datenschutz unumgänglich.
Wir möchten gerne die Gelegenheit nutzen, die Besucher unserer Website auf die Nutzung von sichereren Apps hinzuweisen. Als kostenfreie App bietet sich z.B.
Telegram an, oder mit einer einmaligen Zahlung von 2.99€ die App von Threema, einem zertifizierten Messengerdienst, der nach dem Schweizer Bundesdatenschutzgesetz betrieben und gesichert ist.

Die Kontaktdaten für einen sicheren Austausch (auch in Beratungssituationen) finden Sie auf unserer Teamseite.

 

 

10.05.2018: 15 Jahre Einsatz für Kinder, Jugend und Familie

Am heutigen Donnerstag feiert die kleine, familiär geleitete Nichtregierungsorganisation ju care Kinderhilfe ihr 15-jähriges Jubiläum.

Die Bochumer Einrichtung leistet seit 2003 als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe bundesweit auf vollständig nichtkommerzieller, ehrenamtlicher Basis Unterstützungen für Projekte der Kinder- und Jugendhilfe, Familienhilfe und sozialer Entwicklung. In diesem Zusammenhang beteiligt sich ju care Kinderhilfe auch international an Projekten gegen Landminen und Streumunition zum Schutz von Kindern und anderen unbeteiligten Zivilisten.

Den Anfang machte die Entscheidung, Zeit und Möglichkeiten der Medienbearbeitung (bis dahin kommerziell, selbständig) kostenfrei für humanitäre Organisationen anzubieten und damit auf sehr einfache, unbürokratische Weise qualitativ hochwertige Unterstützung ohne Finanzaufwand zu ermöglichen.
Diese Idee wurde mit offenen Armen aufgenommen, und parallel zu dieser Medienarbeit gab es die Notwendigkeit der Betreuung eines kranken Kindes aus einer Krisenregion.

Durch die enge Verzahnung mit dem klinischen Alltag ergab sich für das Team von ju care Kinderhilfe von Anfang an ein Tätigkeitsfeld, das auch die Betreuung von kranken und verletzten Kindern im Fokus hatte. Begleitet von ständigen Weiterbildungsmaßnahmen gehört die psychosoziale Betreuung neben der medientechnischen Projektunterstützung zum Haupttätigkeitsfeld von ju care Kinderhilfe.

Weitere Schwerpunkte sind seit der Gründung vor allem der Einsatz für die Kinderrechte, Aufklärungsarbeit und Unterstützung gegen Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung von Kindern, die Mitarbeit bei psychosozial stärkenden Projekten für Kinder und Jugendliche sowie der Einsatz gegen Streumunition und Landminen.
Für die Projektunterstützung und die Betreuungsarbeit arbeitet ju care Kinderhilfe mit den beauftragenden Organisationen, Einrichtungen und Kliniken eng zusammen und ist damit auch als eigenständige Einrichtung Teil einer Teamarbeit, um die gesetzten Ziele gemeinsam zu erreichen, mit dem Fokus auf das Interesse und Wohl der Kinder und Jugendlichen.

An dieser Stelle dankt ju care Kinderhilfe allen Organisationen, Einrichtungen, den vielen Kliniken, Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern für die herausragende Zusammenarbeit in den 15 Jahren, ganz besonders aber auch unseren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die projektweise mit viel Engagement im Einsatz als Teammitglieder für Kinder und Jugendliche dabei waren!

Video (ca. 8 Minuten, HD)

 

 

26.02.2018: Libysche Chemiewaffen-Restbestände vernichtet // Fokus Kindersoldaten

Mit internationaler Unterstützung konnten auf Bitten der libyschen Regierung die letzten 500 Tonnen "Dual-Use"-Stoffe endgültig vernichtet werden. Die deutsche Gesellschaft GEKA mbH hat mit langjähriger Erfahrung die Restbestände aus Zeiten des Gaddafi-Regimes umweltgerecht entsorgt. An dieser Aktion, die gemäß dem Übereinkommen über das Verbot chemischer Waffen (CWÜ) stattfand, waren zahlreiche Staaten durch technische / finanzielle Unterstützung beteiligt.

Angesichts aktueller Meldungen zu Einsätzen chemischer Kampfmittel bleibt natürlich die Frage, wie weltweit eine Verwendung von chemischen Waffen wirksam unterbunden werden kann, zumal auch einfachste Stoffe zur Verwendung als Waffe genutzt werden können. Chemische Waffen sind vor allem dadurch geächtet, dass sie ohne Unterscheidung auch unbeteiligte Zivilisten verletzen und töten.

(Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesregierung / Abteilung Rüstungskontrolle)

Zur Lage der Kinder in bewaffneten Konflikten (Children and Armed Conflicts – CAAC) fand an zwei Tagen im Februar der jährliche internationale Workshop in Berlin statt. Auch wenn es schon viele Verbesserungen laut den veranstaltenden Organisationen gibt, müssen weiterhin noch an vielen Stellen enorme Anstrengungen geleistet werden, um auch mit ehrlichem Willen gegen die Ausbeutung von Kindern, gegen Missbrauch und gegen gezielte Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser vorzugehen.
In diesem Kontext der Einbeziehung von Minderjährigen im militärischen Dienst sieht sich auch die Bundeswehr Kritik ausgesetzt, indem sie gezielt Werbung bei Kindern und Jugendlichen sogar im Schulumfeld betreibt. Besonders negativ stoßen dabei Darstellungen der Tätigkeiten auf, die nach öffentlicher Meinung einen abenteuerlustigen oder verharmlosenden Eindruck erwecken.

 

05.01.2018: Chronik-Übersicht

In einer kleinen Fotogalerie sind die Stationen von ju care Kinderhilfe seit 2003 zusammengefasst. Natürlich überschneiden sich die ehrenamtlichen Arbeiten mit den beruflichen und privaten Ereignissen, und so sind wichtige Teile auch aus der Sicht als Jugendbuchautor und Verlag Oliver Jungjohann mit eingebunden in die Übersicht.

2018 wird auch für uns wieder ein spannendes Jahr: Im Mai feiert ju care Kinderhilfe das 15-jährige Jubiläum, und im Autorenbereich wird es weitere Veröffentlichungen geben.
Ich wünsche allen ebenfalls ein interessantes, friedliches und gesundes Jahr 2018!
Viele Grüße,
Oliver Jungjohann

Start der Chronik-Galerie

Startbild Chronik ju care Kinderhilfe / Jugendbuchautor Oliver Jungjohann

 

24.12.2017: Weihnachtsgüße

Glückliche, liebevolle Weihnachtstage wünscht ju care Kinderhilfe! Merry Christmas everyone!

"Gott ist nahe, wo die Menschen einander Liebe zeigen"
(Pestalozzi)

 

08.11.2017: Verfassungsgericht fordert drittes Geschlecht

Ein ganz wichtiger Schritt für gleiche Persönlichkeitsrechte ist endlich getan. Intersexuell geborene Menschen, die nicht eindeutig männlich oder weiblich sind, müssen sich zukünftig nicht mehr zwangsweise in einem Geschlecht einordnen lassen, das für sie gar nicht zutrifft. Bis Ende 2018 muss der Gesetzgeber eine Neuregelung schaffen, die eine Zuordnung ermöglicht.

Intersexuelle werden mit einer Variation ihrer seelischen und geschlechtlichen Ausprägung geboren. Es handelt sich dabei nicht um eine Krankheit, wurde aber sehr lange so angesehen. Zwangsoperationen im Babyalter, um eine "optische Eindeutigkeit" der Geschlechtsorgane herzustellen, führten in vorherigen Jahrzehnten zu schrecklichen Leiden der Betroffenen.
Ein aufgezwungenes Geschlecht, in dem man sich nicht zuhause fühlt, ist gerade für Kinder eine ganz erhebliche psychische Belastung.

In Deutschland leben schätzungsweise 160.000 intersexuelle Menschen. November 2013 wurde erstmals eine Möglichkeit in Deutschland geschaffen, neben "männlich" oder "weiblich" eine festlegende Eintragung auszulassen. Aber erst mit dieser jetzt geforderten Gesetzesänderung wird es möglich, eine nicht diskriminierende, positive Einteilung einzutragen.
Die Akzeptanz von Intersexuellen so, wie sie sind, wurde von ju care Kinderhilfe gerade wegen der psychischen Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche bereits seit 2003 unterstützt.

Weitere Informationen:

Artikel mit Video auf n-tv, 08.11.2017: Karlsruhe fordert drittes Geschlecht

 

29.10.2017: Unterstützung einer Reittherapie-Ausbildung

Mit der ehrenamtlichen Erstellung des Prüfungs-Filmes für die Abschlussarbeit einer angehenden Reittherapeutin unterstützt ju care Kinderhilfe einen Bereich, der auch schon 2011 zu einem wichtigen Teil für uns wurde (Betreuung + Dokumentation Reittherapie und Pferdefreizeiten für Kinder).
Das Prüfungs-Video umfasst die therapeutischen Aufgabenstellungen der Sinneswahrnehmung und der Motorik. Dieser Film ergänzt die theoretische Abschlussarbeit der Reittherapeutin um den praktischen Teil.

Bild: Video-Screenshot aus der Dokumentation.

 

23.02.2017: 10. Jahrestag des Oslo-Prozesses

Vor zehn Jahren begann mit der Konvention gegen Streubomben unter Beteiligung von 46 Staaten ein historischer Prozess. Weltweit wurden große Anstrengungen unternommen, eine Waffe vollständig zu bannen, deren Opfer in erheblicher Zahl Zivilisten waren und auch lange nach Konflikten eine unkontrollierbare Gefahr in Form von zahllosen Blindgängern darstellt.
Mittlerweile haben über 100 Staaten das Abkommen ratifiziert.

 

22.02.2017: Petition zum Kampf gegen Kinderarmut in Deutschland

Mit einer Petition wendet sich ein Bündnis zahlreicher großer Organisationen in Deutschland an die Parteien zur Bundestagswahl 2017, endlich aktiv und konsequent gegen Kinderarmut vorzugehen. Unter dem Titel "Keine Ausreden mehr: Armut von Kindern und Jugendlichen in Deutschland endlich bekämpfen!" und dem Hashtag #stopkinderarmut wird die Petition auf verschiedenen Plattformen zur Unterschriftensammlung eingebracht.

Zur Information und Beteiligung an der Kampagne:
weact.campact.de/p/kinderarmutbekaempfen

Laut offiziellen Angaben des Statistischen Bundesamtes sind in Deutschland rund 3 Millionen (!) Kinder von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen, jedes fünfte Kind lebt in Armut. Die verschiedenen Auswirkungen dieser Situationen ziehen zahlreiche Probleme nach sich, ein konsequentes Handeln, politischer Wille und die Umsetzung von Ankündigungen und Versprechungen ist dringend erforderlich.

Weitere Webadressen mit Detailinformationen und Druckvorlagen zum Auslegen:

Deutsches Kinderhilfswerk zur Kampagne #stopkinderarmut

Facebook-Seite der Kampagne

Für Ihre Unterstützung, das Weitersagen und die Unterzeichnung möchten wir uns herzlich bedanken!

Ältere Meldungen siehe Archiv.

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ju care Kinderhilfe GbR / Oliver Jungjohann und Birgit Jungjohann • Wasserstraße 467d • 44795 Bochum • Deutschland.
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